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Systemische Interventionen
Systemische Interventionen

Schnittstellen in Resonanz

In komplexen, dynamischen Arbeitsumfeldern hängt der Erfolg zunehmend von der Qualität der Zusammenarbeit an organisatorischen Schnittstellen ab. Doch gerade dort entstehen häufig Konflikte und Spannungen, die die Kooperation beeinträchtigen können. An dieser Stelle setzt die Methode „Resonanz-Schleife für Schnittstellenpartner“ an: Sie kann Schnittstellenteams dabei unterstützen, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten und die Zusammenarbeit bewusster zu gestalten.

In einer Arbeitswelt, die von hoher Komplexität, starken Abhängigkeiten und raschem Wandel geprägt ist, wird die Qualität der Zusammenarbeit an organisatorischen Schnittstellen – beispielsweise zwischen verschiedenen Fachbereichen, Abteilungen oder crossfunktionalen Teams – zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Gerade dort treten jedoch häufig Reibungen auf: Abstimmungsprozesse dauern länger als vorgesehen, Informationen werden unterschiedlich interpretiert, und es kommt zu Missverständnissen. Die Folge sind Spannungen, die die Zusammenarbeit und Produktivität spürbar beeinträchtigen können. Als systemisch geprägte Moderatoren müssen wir den Partnern an solchen Schnittstellen unterstellen, dass sie jeweils aus ihrer Sicht sinnvoll und stimmig handeln. Zugleich speist sich der Sinn des eigenen Handelns dabei aber eben aus der jeweiligen eigenen Wirklichkeit, die selten deckungsgleich mit der Wirklichkeit des Schnittstellenpartners ist. So entsteht eine multirationale und individuelle Bedeutungsgebung, die häufig mit Konflikten einhergeht.

Die Methode „Resonanz-Schleife für Schnittstellenpartner“ setzt genau hier an. Sie unterstützt Teams, die an Schnittstellen zusammenarbeiten, dabei, solche Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, gemeinsame Lernprozesse anzustoßen und die Zusammenarbeit bewusster zu gestalten. Das Ziel besteht darin, die Zufriedenheit in der Kooperation zu erhöhen und zugleich die Leistungsfähigkeit an Schnittstellen zu verbessern. Dazu werden die Wechselwirkungen zwischen den benachbarten Teams sichtbar gemacht, unausgesprochene Erwartungen geklärt und neue, tragfähigere Interaktionsmuster entwickelt. Im Zentrum steht dabei nicht die Frage „Wer macht was falsch?“, sondern vielmehr die Frage „Welche Muster erzeugen wir miteinander, welche wollen wir künftig gemeinsam verstärken, welche weglassen und welche wollen wir neu implementieren?“.

Die Methode „Resonanz-Schleife für Schnittstellenpartner“ unterstützt Teams, die an Schnittstellen zusammenarbeiten, dabei, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, die Zusammenarbeit bewusster zu gestalten und gemeinsame Lernprozesse anzustoßen.

Musterlandkarte erstellen

Zunächst werden die Schnittstellenteams in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe wird von einer Moderation begleitet und arbeitet getrennt voneinander. Auf einer vorbereiteten Grafik, die in ausgedruckter Form auf einem großen Plakat oder auf mehreren Pinnwänden angebracht ist (siehe Grafik: „Die Musterlandkarte“), sollen sie mit Post-its folgende Fragen beantworten:

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