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Ein Buch als Karrierehebel
Ein Buch als Karrierehebel

Sichtbarkeit über viele Seiten

Die meisten Trainerinnen, Berater und Coachs haben vermutlich schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ein eigenes Buch zu schreiben. Doch welchen Beitrag kann eine Veröffentlichung tatsächlich für die Positionierung am Markt leisten – und wo liegen die Grenzen? Autorin und Businessmentorin Angela Löhr beleuchtet Chancen und Risiken und ordnet den Nutzen eines Buchs für Weiterbildungsprofis ein.

Weiterbildungsprofis investieren viel Zeit in ihre Sichtbarkeit. Sie posten auf LinkedIn, gestalten Newsletter, halten Vorträge, entwickeln Programme und geben Interviews. Viele Anbieter verfügen über hohe fachliche Kompetenz und liefern qualitativ anspruchsvolle Arbeit. Dennoch gelingt es ihnen nicht, sich im Markt klar zu differenzieren – sie werden als austauschbar wahrgenommen. Parallel dazu verschärft sich der Wettbewerb, weil sich Methoden und Begriffswelten angleichen und zunehmend standardisiert wirken. Wer sich hier dauerhaft positionieren will, braucht mehr als einzelne Marketingmaßnahmen.

Ein eigenes Buch zu schreiben, ist für viele Weiterbildungsprofis der nächste logische Schritt – wenn nicht sogar ein persönlicher Traum. Das merkte auch Martina, eine freie Trainerin mit zwölf Jahren Erfahrung, als sie sich bei einer Konferenz als einzige Panelteilnehmerin ohne Buchcover auf der Moderationsfolie wiederfand. „In diesem Moment bekam ich das Gefühl, dass ich zwar Expertise und Kompetenz habe, aber kein sichtbares Fundament“, sagt sie. Doch ist ein Buch immer sinnvoll? Welche Vorteile hat es? Welche Grenzen? Unter welchen Umständen bietet es sich an – und wann nicht?

Der richtige Zeitpunkt

Viele verbinden den richtigen Zeitpunkt für ein Buch mit einem großen, fast schon symbolischen Moment. Doch ein eigenes Buchprojekt muss nicht monumental beginnen. Viele erfolgreiche Buchprojekte starten mit kleinen, klar definierten Schritten: ein zentrales Thema festlegen, ein Inhaltskonzept entwickeln, regelmäßige Schreibzeiten einplanen. Entscheidend ist weniger Perfektion als Kontinuität.

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