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Übersicht AnsprechpartnerWas passiert, wenn eine Beratungsfirma in einer Behörde den Rotstift ansetzt und elf „Low Performer“ vor die Tür setzen will, die dann jedoch durch eine Verwechslung auf eine Fortbildungsreise für angehende Führungskräfte geschickt werden? In der Miniserie „Das Manko“, die auf dem Streamingportal des ZDF verfügbar ist, kann man es sich anschauen. Vorausgesetzt, man bringt einen Hang fürs Grotesk-Skurrile mit – und schaltet nicht gleich ab, wenn sich eine filmische Darbietung markant von üblichen Sehgewohnheiten abhebt. Genau das ist bei „Das Manko“ der Fall: Als Zuschauer muss man sich daran gewöhnen, dass die elf „Mankos“ auf zwei Beinen im Verlauf der gesamten Serie zwar viele Geräusche von sich geben, doch – im Gegensatz zu den Nebenfiguren (etwa ihrem Chef, dargestellt von Bjarne Mädel) – niemals einen klaren Satz.
In der Serie „Das Manko“ verschlägt es mehrere verpeilte Mitarbeitende irrtümlich auf eine Fortbildungsreise für Führungskräfte
ZDF/Mathias Schöningh/[M] Irek HerokStattdessen mäandern sie quietschend, schnarchend, knarzend, aber auch singend, durch verschiedene Arbeitswelten: von ihrer Behörde, in der sie geräuschvoll Produktivität simulieren oder, ebenso geräuschvoll, offen unproduktiv sind, über das Logistikzentrum, in dem sie plötzlich zu klassenkämpferischen Musicalprotagonisten mutieren, bis hin zum Krankenhaus, in dem man sie für ein finnisches Spezialistenteam hält, und schließlich in den Himmel, wo sie zu Schutzengeln ausgebildet werden sollen. Die Stimme aus dem Off, die die Irrfahrt der Inkompetenten à la Tierfilm-Doku mit Kommentaren zum natürlichen Herdenverhalten begleitet, rundet den aberwitzigen filmischen Kommentar zur modernen optimierungsbesessenen Arbeitswelt ab. Regie hat Arne Feldhusen geführt, der u.a. durch die Büro-Satire Stromberg bekannt wurde.
Beitrag von Sylvia Jumpertz aus managerSeminare 342, September 2026