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Internationaler Wettbewerb, technologische Neuerungen sowie geopolitische und gesellschaftliche Veränderungen erhöhen den Druck auf Unternehmen, sich anzupassen. Wer langfristig erfolgreich sein will, muss transformationsfähig sein. Doch wie transformationsfähig sind Unternehmen in Deutschland tatsächlich? Dies haben Forschende des Fraunhofer-Instituts unter der Leitung von Katharina Hölzle und Katharina Hochfeld in einer Studie untersucht. Befragt wurden dafür Führungskräfte und Personalverantwortliche aus 500 deutschen Unternehmen.
77% der Befragten sehen ihr Unternehmen gut oder eher gut aufgestellt, um größere Transformationsprojekte umzusetzen.
Die Ergebnisse sind vor dem Hintergrund der schwierigen Ausgangslage überraschend positiv: Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) gab an, dass in ihrem Unternehmen strukturierte Prozesse zur Entwicklung von Innovationen etabliert sind. Und auch die finanzielle Ausgangslage wird überwiegend als günstig eingeschätzt. 77 Prozent sehen ihr Unternehmen gut oder eher gut aufgestellt, um größere Transformationsprojekte umzusetzen. Nur knapp ein Fünftel beurteilt die finanzielle Situation als weniger gut oder unzureichend. Auf strategischer Ebene berichteten 59 Prozent der Befragten von einer klaren Vision für die Transformation ihres Unternehmens. Zudem beschreiben rund drei Viertel ihr Unternehmen als sehr oder eher offen gegenüber Neuerungen. Die systematische Beobachtung von Markt- und Technologietrends ist ebenfalls bei den meisten verbreitet. So gaben 73 Prozent an, dass in ihrem Unternehmen gezielt relevante Entwicklungen analysiert werden.
Deutlicher Nachholbedarf zeigt sich laut Studie jedoch bei der digitalen Transformation, insbesondere beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). In rund vier Fünfteln der Unternehmen wird KI bislang kaum oder gar nicht flächendeckend in Arbeits- und Geschäftsprozessen genutzt. Außerdem fühlen sich viele hinsichtlich der Transformationsprozesse weitgehend alleingelassen. Nur 16 Prozent der Befragten berichteten von einer starken oder eher starken Unterstützung durch interne oder externe Partner wie Anteilseigner oder Forschungseinrichtungen. Dagegen schätzten 80 Prozent diese Unterstützung als gering oder nicht vorhanden ein.
Die vollständige Studie kann hier heruntergeladen werden: msmagazin.info/337Transformation
Beitrag von Janine Dengel aus managerSeminare 337, April 2026