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Beitrag von Michael Monka und Gerlinde Barreton aus managerSeminare 340, Juli 2026
Im ersten Schritt geht es darum, die unmittelbare eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen. Dazu wird auf dem ersten Blatt spontan und ungefiltert notiert, wie die aktuelle Situation erlebt wird. Welche Gefühle dominieren? Was löst Angst, Druck oder Überforderung aus? Welche Gedanken kreisen immer wieder? Entscheidend ist dabei weniger die sprachliche Form als die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Diese Phase dient nicht der Problemlösung, sondern der Entlastung. Viele Menschen versuchen in Krisensituationen, ihre Emotionen möglichst schnell zu kontrollieren oder wegzudrängen. Gerade dadurch bleiben Gedanken jedoch oft diffus und gewinnen zusätzlich an Macht. Das schriftliche Festhalten kann helfen, innere Unruhe zu ordnen und das Gedankenkarussell zu verlangsamen. Zugleich entsteht eine erste Distanz zum eigenen Erleben: Was zuvor nur als bedrückendes Gefühl vorhanden war, liegt nun sichtbar auf Papier vor.