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Beitrag von Sylvia Lipkowski aus managerSeminare 338, Mai 2026
Bei dieser Praktik geht es darum, die eigene Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten. Dieses Selbst kann sowohl die eigene Person sein als auch die Organisation.
Grundidee: Wir entscheiden, wie wir unsere Aufmerksamkeit einsetzen und worauf wir sie richten – und diese Entscheidung beeinflusst, über welche Optionen wir nachdenken. Deshalb sollten wir immer wieder innehalten und prüfen, wo unsere Aufmerksamkeit von Algorithmen und Akteuren, die ihre eigene Agenda verfolgen, gekapert wird. Zudem sollten wir unsere Perspektive erweitern – von der selbstbezogenen Ego-Perspektive hin zu einer Öko-Perspektive, die andere, verknüpfte Sichtweisen mit einschließt. Dies hilft uns auch, alte Muster zu hinterfragen, die nicht mehr dienlich sind.
Hilfreiche Methoden: Achtsamkeitspraktiken, Reflexionsübungen, Momente der Stille zum Einstieg in Meetings
Diese Praktik erfordert bewusstes Zuhören nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit weit geöffnetem Denken und Fühlen.
Grundidee: Wer nicht zuhören kann, hat keinen Bezug zur Realität. Um diesen Bezug zu vertiefen, ist es hilfreich, mit neuer Aufmerksamkeit hinzuhören. So können wir die Qualität der Beziehung zu unserem Gegenüber verbessern und selbst tiefere Erfahrungen machen. Wichtig dafür ist, dass wir aufhören, gewohnheitsmäßig zu urteilen und einzuordnen (dass wir also unser Denken öffnen), dass wir empathisch bleiben (also unser Fühlen öffnen) und dass wir Stille aushalten können, ohne gewohnheitsmäßig zu reagieren (also bewusst loslassen und den Willen öffnen).
Hilfreiche Methoden: Die Vier Ebenen des Zuhörens nach C. Otto Scharmer, Empathiespaziergänge, Case Clinics (eine strukturierte Methode zur kollegialen Beratung)