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Beitrag von Karin Lausch aus managerSeminare 339, Juni 2026
Unser Team verbindet Fachexpertise mit täglichem Erleben, und es kennt uns und unsere Art, die Dinge anzupacken, wie niemand sonst. So erscheinen unserem Team manchmal etwa Risiken, die wir selbst scheuen, gar nicht so gefährlich oder sogar lohnenswert. Das Zauberwort lautet daher Partizipation. Wenn wir gemeinsam mit unserem Team auf das weitere Vorgehen schauen, werden wir in der Regel weit bessere Entscheidungen treffen, als wenn wir diese alleine ausbrüten. Zudem können die Teammitglieder sich so besser mit den Entscheidungen identifizieren und sie mittragen. Alle fühlen sich gefragt, einbezogen und gesehen.
Verletzlichkeit gilt, insbesondere im Führungskontext, gemeinhin als Schwäche. Wir sorgen uns darum, dass sie unserem Ruf, unserer Autorität oder unserer Rolle gefährlich werden könnte. Zu stark ist die gefühlte Erwartung aller anderen, als Führungskraft immer alles im Griff haben zu müssen. Dabei ist Verletzlichkeit eine der größten Stärken, die wir Menschen besitzen. Erzählen wir anderen von 20 beeindruckenden Erfolgen, wird das wenig Emotionen auslösen. Erzählen wir aber offen und ehrlich von einer einzigen Angst, einem Scheitern oder einem Zweifel, öffnet das einen Emotions- und Vertrauensraum, der seinesgleichen sucht. Es gibt viele Wege, Verletzlichkeit zu zeigen. Wichtig ist dabei nur, Verletzlichkeit nicht als strategisches Mittel zu nutzen, sondern echte Gefühle und Gedanken mit dem Team zu teilen. Diese Sätze sind ein guter Anfang:
Wichtiger Effekt: Wer sich als Führungskraft so äußert, vermittelt den anderen Teammitgliedern die Sicherheit, das auch zu dürfen.