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Beitrag aus managerSeminare 341, August 2026
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Testgelesen von Sandra Brauer
In „Stress verstehen“ bietet Eva Peters einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Symptome und Mechanismen von Stress. Das Besondere an diesem Werk ist die profunde neurobiologische Komponente, gepaart mit einem ganzheitlichen, systemischen Blickwinkel. Besonders der fundierte Deep Dive in die Psychosomatik hebt das Buch von der Masse ab. Die Autorin führt die Lesenden durch die Entwicklung des Stressbegriffes – von den Anfängen, den Grundlagen der Lehre von Stress des Mediziners Hans Selye, bis hin zum Burnout-Konzept des Psychologen Herbert Freudenberger. Das Buch versteht sich weniger als Praxisleitfaden, sondern will primär aufklären und eine fundierte Basis zum Thema Stress schaffen. Es hält, was der Titel verspricht: Lesende lernen, Warnsignale im Körper frühzeitig zu deuten. Zentrale Erkenntnisse werden dabei durch Verweise auf die Psychoneuroimmunologie untermauert – meiner Meinung nach ein echter Mehrwert, da dieses Forschungsfeld vielen Lesenden gewiss neu ist. Das Werk eignet sich als Einführung für Neulinge, bietet aber auch für Erfahrene, die tiefer in die Materie eintauchen wollen, aufschlussreiche Facetten. Zwar stehen konkrete Hilfestellungen im Hintergrund, das finale Kapitel liefert jedoch gute, praxisnahe Anregungen zur Stressbewältigung. Insgesamt ein gut lesbares und eingängiges Buch über die komplexen Funktionsweisen unseres Körpers.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte ist reichhaltig, was der Komplexität des Themas absolut gerecht wird. Ohne medizinischen Hintergrund ist das Fachvokabular an manchen Stellen möglicherweise für Lesende aus nicht medizinisch/biologischen Kontexten etwas fordernd, doch genau diese Passagen liefern spannendes, zusätzliches Wissen zu den Ursachen und auch zur Wirkung von Stress. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das farbenfrohe Layout wirkt ansprechend, die Buchgröße ist ideal für Bus und Bahn. Zwar gibt es eher wenig Bebilderung, die bei der klaren Struktur des Buches aber überhaupt nicht fehlt. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten, bieten dafür reichhaltigen Inhalt und fördern den Lesefluss. Punkte: 4 von 4 |
| Gliederung | Die nachvollziehbare, aspektorientierte Gliederung führt Lesende gut durch das Thema. Dank der kurzen, in sich geschlossenen Kapitel ist ein gezieltes Lesen einzelner Abschnitte möglich. Auch Querlesen funktioniert gut, da die klare Systematik den Inhalt schnell greifbar macht. Ein roter Faden ist durchgängig erkennbar, was den Einstieg sowie das Vertiefen der Themen erleichtert. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Die Sprache ist klar, bewegt sich aber immer wieder mal auf wissenschaftlichem Niveau. Für Personen ohne medizinischen Hintergrund ist das Fachvokabular stellenweise fordernd. Der Text bleibt insgesamt gut verständlich. Ein Glossar wäre hier eine Anregung für eine spätere Auflage, um den Einstieg noch leichter zu machen. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Das Werk eignet sich für alle, die sich intensiv mit Stress auseinandersetzen, diesen verstehen oder auch dieses Wissen an andere weitergeben möchten. Dank des fundierten neurobiologischen und systemischen Blicks eignet es sich für Einsteiger zur ersten Orientierung ebenso wie für Fachleute. Für Berater, Coachs und Therapeuten liefert das Buch Hintergrundinformationen für die eigene Praxis. |
| Relevanz | Die Thematik des Buches ist zwar nicht bahnbrechend neu, dafür aber in Summe gut zusammengestellt und vor allem leicht konsumierbar. Gerade die Ergänzung der Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie und Neurowissenschaft macht das Werk auch für Lesende, die bereits Vorwissen haben, interessant. Aufgrund der leider enormen gesellschaftlichen Relevanz des Themas trifft das Werk absolut den Puls der Zeit. Punkte: 4 von 4 |
Testgelesen von Beate Herrmann
In seinem Buch „Auf Knopfdruck runterkommen“ verbindet Claude Heini theoretische Hintergründe mit praxisnahen Anleitungen, um Leserinnen und Lesern einen konstruktiven Umgang mit Stress zu vermitteln. Im Mittelpunkt steht die Herz-Kohärenz-Methode, die dabei helfen soll, in belastenden Situationen innere Ruhe zu finden, die Aufmerksamkeit neu auszurichten und gelassener zu reagieren. Anhand zahlreicher Beispiele aus seinem eigenen Leben sowie aus dem Berufsalltag anderer Menschen zeigt Heini auf, wie Stress entsteht, welche Auswirkungen er auf Denken und Handeln hat und wie sich der daraus entstehende Teufelskreis durchbrechen lässt. Ein zentrales Anliegen des Autors ist es, die physiologischen Vorgänge im Körper während stressreicher Momente verständlich zu machen. Dabei lenkt er den Blick auf in Kindheit und Jugend erlernte Verhaltensmuster im Umgang mit Angst, Emotionen und Belastungen. Durch insgesamt sieben Herz-Kohärenz-Übungen sollen diese Muster erkannt und schrittweise durch neue, hilfreichere Verhaltensweisen ersetzt werden. Heini beschreibt diesen Prozess als kontinuierliches Training, vergleichbar mit dem Leistungssport: Nachhaltige Veränderungen entstehen nur durch regelmäßiges Üben und konsequente Wiederholung im Alltag. Die sieben Übungen werden in einer online verfügbaren Toolbox bereitgestellt, die als praxisorientierter Leitfaden dient und flexibel eingesetzt werden kann.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte ist für den angesprochenen Personenkreis angemessen. Die Informationen sind gut aufbereitet und mit vielen Beispielen aus Berufs- und Privatleben untermauert. Nach der Überschrift wird mit einem passenden Gedanken/Spruch in das jeweilige Kapitel eingeführt. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das Buch ist ansprechend gestaltet. Der Einband ist überwiegend in Orangetönen gehalten; der rote Knopf mit Herz soll den „Gedanklichen Knopfdruck“ symbolisieren und auf die Herz-Kohärenz-Methode verweisen. Auch das Innendesign wirkt übersichtlich und lesefreundlich. Schriftgröße und Schriftart sind angenehm gewählt. Abbildungen und Zusammenfassungen unterstützen das Verständnis und sorgen für eine abwechslungsreiche Darstellung der Inhalte. Punkte: 4 von 4 |
| Gliederung | Der Leser und die Leserin werden vom Autor auf angenehme Weise durch das Buch geführt. Nach einer Einführung ins Thema folgt die Buchgliederung einem logischen Schema. Ein Querlesen würde ich dem Leser nicht vorschlagen, da die Reihenfolge der Themenblöcke aufeinander aufbaut – von der Theorie bis zu praktischen Übungen. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Dem Autor gelingt es, in einer lebhaften und leicht verständlichen Sprache zu schreiben. Der komplexe Inhalt wird durch zahlreiche Praxisbeispiele anschaulich dargestellt. Die online geführte Toolbox ist allerdings nicht leicht zu öffnen. Sie muss extra über den Verlag angefordert werden. Im Vergleich zu anderen Büchern dieser Sparte fehlt somit eine wichtige Eigenschaft: die schnelle Downloadmöglichkeit. Punkte: 3 von 4 |
| Eignung | Der Autor richtet sich mit seinem Buch vor allem an Führungskräfte, Trainerinnen und Trainer sowie an Personen in Gesundheitsfachberufen. Aus meiner Sicht spricht das Buch eher Leserinnen und Leser an, die bereits über ein gewisses Maß an Selbstwahrnehmung und Reflexionsfähigkeit verfügen. Für ein breites Publikum könnten einige der vorgestellten Übungen anspruchsvoll sein, da sie eine differenzierte Wahrnehmung und intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen voraussetzen. |
| Relevanz | Das Buch trifft in einer guten Art und Weise den Puls der Zeit: Stress, Druck, Krisen und Notsituationen sind Alltag in unserem Berufs- und in unserem Privatleben. Der Autor schafft es, sein Herzensthema mit der gesellschaftlichen Relevanz zu verknüpfen. Punkte: 4 von 4 |
Testgelesen von Sabrina Neumann
In seinem Buch „Superkraft statt Superstress“ widmet sich René Träder unterschiedlichen Facetten zum Thema Stress – von der Entstehung und Entwicklung des Stressbegriffs über die Unterscheidung zwischen positivem und negativem Stress bis hin zur Frage, wie sich persönliche Stressauslöser erkennen lassen. Zudem stellt er verschiedene Stresstypen vor, mit denen sich wohl viele Menschen identifizieren können. Weitere Themen sind die Rolle von Gewohnheiten und Selbstfürsorge sowie die Zusammenhänge zwischen Stress, Hormonen, biologischen Rhythmen, Jahreszeiten und Ernährung. Neben den theoretischen Inhalten zeigt Träder anhand eines Sieben-Schritte-Modells auf, wie sich die eigene Stressspirale in der Praxis durchbrechen lässt. Der besondere Schwerpunkt des Buches liegt vor allem auf der Selbstreflexion. Immer wieder lädt der Autor dazu ein, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Die umfangreichen Reflexionsfragen verleihen dem Buch stellenweise den Charakter eines Coachings und machen deutlich, dass die Lektüre Zeit, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sich selbst erfordert.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte des Buches ist hoch. Es werden unterschiedliche Aspekte zum Thema Stress beleuchtet, wobei sowohl zeitliche als auch räumliche Dimensionen berücksichtigt werden – vom eigenen Körper über das persönliche Umfeld bis hin zu äußeren Einflussfaktoren. Dadurch erhalten Leserinnen und Leser vielfältige Perspektiven auf das Thema. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Blau und Orange sind die dominanten Farben des Buches: Der Fließtext ist blau, die Überschriften orange. Diese Farbgestaltung ist eher ungewöhnlich, aber gut lesbar. Grafiken, Inhalte als Cartoons, Tabellen und weitere Visualisierungen sind eine Augenweide und erleichtern dem Leser die Orientierung. Punkte: 4 von 4 |
| Gliederung | Das Buch hat einen roten Faden. Es gibt eine klare thematische Trennung. Anstrengend wurde es für mich, zuvor gelesene Inhalte zu finden, wenn sie nicht mehr als drei Absätze füllten.Punkte: 3 von 4 |
| Verständlichkeit | Sowohl die Wortwahl als auch die Darstellung der Inhalte sind so gewählt, dass es den Leserinnen und Lesern leichtfällt, zu folgen. Für Personen mit tieferem Interesse oder Nachfragen gibt der Autor auch eine persönliche Kontaktmöglichkeit an. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Das Buch eignet sich für Personen, die ihren eigenen Stress bereits priorisiert haben und sich auf ein lesendes Coaching einlassen wollen. Durch die unterschiedlichen Aspekte und die Reflexionsfragen nimmt René Träder die Leserinnen und Leser mit. |
| Relevanz | Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Themas Stress und der wachsenden Zahl von Menschen, die Orientierung suchen, trifft dieses Buch einen aktuellen Bedarf. Es ist nicht der Inhalt, sondern die Form der Präsentation, die unterschiedliche Menschen ansprechen kann. Als Hörbuch wäre es bestimmt ebenfalls interessant. Punkte: 4 von 4 |
Die Testleserinnen: Sandra Brauer ist Diplom-Kauffrau, Systemische Beraterin, Stressmanagement-Trainerin und Prozessbegleiterin in der digitalen Transformation. Ihre Schwerpunkte sind unter anderem die Vermittlung digital-sozialer Kompetenzen. Sie ist zudem Lehrbeauftragte der FOM Hochschule Hamburg. Kontakt: systemischescoaching.hamburg
Dr. Beate Herrmann ist freiberufliche Physiotherapeutin, Hochschullehrerin, Dozentin für Physiotherapie und Bewegungswissenschaft sowie Coach für gesundheitsorientierte Bewegung und Lebensführung. Kontakt: bewegt-erfolgreich.de
Sabrina Neumann ist freie Kommunikationstrainerin. Ihr Schwerpunkt ist die gesunde Kommunikation in Unternehmen. Als Ruhrgebietlerin mag sie Klartext und pragmatische Lösungen. Kontakt: sane-training.de
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