Testgelesen
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Neue Bücher zum Thema „KI in der Arbeitswelt“

Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in die Arbeitswelt – vom Recruiting über Weiterbildung bis hin zur Führung. Welche Chancen bringt der Einsatz dieser neuen Technologie mit sich? Welche Herausforderungen entstehen für Mitarbeitende und Führungskräfte? Und welche Regeln und Leitplanken braucht es für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI? Drei neue Bücher liefern Antworten.

Bilal Zafar: Der klügste Freund, den wir je hatten.

Testgelesen von Susanne Böttger-Schösser

In seinem Buch „Der klügste Freund, den wir je hatten“ nähert sich Bilal Zafar dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) auf eine zugängliche und zugleich differenzierte Weise. Er beschreibt, wie sich KI zunehmend in unseren Alltag integriert und welche Chancen wie auch Herausforderungen damit verbunden sind. Dabei verbindet Zafar persönliche Beobachtungen mit verständlich aufbereiteten technologischen Hintergründen und gesellschaftlichen Einordnungen. In den ersten Kapiteln erläutert Zafar grundlegende Funktionsweisen moderner KI-Systeme und räumt mit verbreiteten Missverständnissen auf. Darauf aufbauend beleuchtet er anhand von Praxisbeispielen unterschiedliche Anwendungsfelder der Technologie sowohl im privaten als auch beruflichen Alltag. Zum Beispiel: kreative Prozesse, Kommunikation, Kundenservice, Personalentwicklung. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, wie KI als „klügster Freund“ sowohl Unterstützung bieten als auch neue Abhängigkeiten schaffen kann. Zafar diskutiert, wie Vertrauen, Verantwortung und kritisches Denken im Umgang mit KI gewahrt bleiben können. Die Publikation richtet sich an ein breites Publikum, insbesondere an Leserinnen und Leser, die die Entwicklungen rund um KI besser verstehen und reflektieren möchten.

Informationsdichte

Die Informationsdichte des Buches ist ausgewogen, technologische Grundlagen werden verständlich mit alltagsnahen Beispielen verbunden. Dem Autor gelingt es, komplexe Zusammenhänge rund um KI nachvollziehbar aufzubereiten und dabei sowohl Chancen als auch kritische Aspekte differenziert darzustellen. Leserinnen und Leser erhalten einen fundierten Überblick über Funktionsweise, Einsatzmöglichkeiten und gesellschaftliche Auswirkungen von KI.

Punkte: 4 von 4

Visuelle Gestaltung

Das Cover ist modern gestaltet und weckt Aufmerksamkeit. Die Typografie ist gut lesbar und unterstützt die inhaltliche Zugänglichkeit. Im Inneren des Buches wird zurückhaltend mit grafischen Elementen gearbeitet. Der Schwerpunkt liegt auf der textlichen Darstellung.

Punkte: 4 von 4

Gliederung

Das Buch weist eine klare und strukturierte Gliederung auf. Auf rund 250 Seiten behandelt Zafar zentrale Aspekte der KI – von grundlegenden Funktionsweisen über konkrete Anwendungsfelder bis hin zu gesellschaftlichen Fragestellungen. Die Kapitel sind in sich abgeschlossen und logisch aufgebaut, sodass sowohl eine durchgehende Lektüre als auch ein selektives Lesen einzelner Abschnitte möglich ist.

Punkte: 4 von 4

Verständlichkeit

„Der klügste Freund, den wir je hatten“ ist insgesamt gut verständlich. Die Sprache ist klar, zugänglich und teilweise erzählerisch geprägt, wodurch auch komplexe Inhalte leicht nachvollziehbar werden. Fachbegriffe werden verständlich eingeführt und in den Kontext eingeordnet.

Punkte: 4 von 4

Eignung Das Buch richtet sich an alle, die sich einen fundierten und zugleich leicht zugänglichen Überblick über KI verschaffen möchten. Besonders geeignet ist es für Leserinnen und Leser ohne technischen Hintergrund sowie für Fach- und Führungskräfte, Managerinnen und Manager sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, die die Auswirkungen von KI auf Arbeitswelt und Gesellschaft besser verstehen wollen.
Relevanz

Das Buch trifft den Nerv der Gegenwart, indem es die zunehmende Bedeutung von KI im Alltag, in Organisationen und in der Gesellschaft beleuchtet. Es greift zentrale Themen wie Automatisierung, kreative Nutzung sowie ethische Fragen auf. Zafar gelingt es, die Entwicklungen einzuordnen und einen reflektierten Umgang mit der Technologie zu fördern.

Punkte: 4 von 4

Andrea Lehwald: Recruiting mit KI.

Testgelesen von Regina Esslinger

Andrea Lehwald verfolgt mit ihrem Fachbuch das Ziel, ein grundlegendes Verständnis für den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Recruiting zu vermitteln und Personalverantwortliche dabei zu unterstützen, Chancen und Risiken dieser Technologie realistisch einzuordnen. Das Buch versteht KI dabei konsequent als Werkzeug, dessen Nutzen maßgeblich von einem verantwortungsvollen und reflektierten Einsatz abhängt. Nach einer Einführung, in der u.a. zentrale KI-Begriffe erläutert werden, behandelt die Autorin Themen wie maschinelles Lernen, Sprachmodelle, Statistik und Mustererkennung von KI. Anschließend stellt sie konkrete Einsatzfelder von KI im Recruiting vor – darunter u.a. personalisierte Bewerberkommunikation, Chat Bots, Talent Pools, Interviewvorbereitung, Videoanalysen und administrative Prozesse, sowie die Potenziale im Einsatz datenbasierter Verfahren wie Talent Analytics. Ergänzt werden die Anwendungen durch Listen für konkrete Tools und Anbieter. Ein besonderer Schwerpunkt des Buches liegt auf ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen. Themen wie Diversität, Fairness, mögliche Diskriminierung durch Algorithmen und Datenschutz werden nicht isoliert behandelt, sondern ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Kapitel. Ebenso wird ein neues Rollenverständnis der Verantwortlichen im Bereich Recruiting angesprochen. Laut Lehwald werden diese nicht überflüssig, sondern fungieren als Brückenbauer zwischen Daten und Dialog: Sie sind Gestalter der Datenlogik, Kuratoren der maschinellen Suche, zuständig für die Qualitätssicherung und das kontinuierliche Training von KI-Werkzeugen.

Informationsdichte

Das Buch liefert einen guten Überblick sowie einen niederschwelligen Einstieg in das Thema „KI im Recruiting“. Technologische Grundlagen, praxisnahe Anleitungen und konkrete Fallbeispiele veranschaulichen die vorgestellten Inhalte und Konzepte. Gleichzeitig erhebt das Buch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einige aktuelle Entwicklungen – etwa KI-Agenten in Recruitingprozessen – werden nicht vertieft behandelt.

Punkte: 3 von 4

Visuelle Gestaltung

Das Buch setzt vollständig auf textbasierte Wissensvermittlung ohne Grafiken oder Abbildungen. Die Schriftgröße und die Zeilenabstände sind so gewählt, dass ein angenehmes Lesen möglich ist. Fett hervorgehobene Zwischenüberschriften strukturieren den Text und ermöglichen auch schnelles, selektives Lesen. Im Layout sind zentrale Erkenntnisse als Fazit markiert und somit leicht erkennbar.

Punkte: 3 von 4

Gliederung

Das Buch ist klar nach Einsatzfeldern und Themenschwerpunkten gegliedert. Die einzelnen Kapitel sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Dadurch ist ein gezieltes Nachschlagen möglich. Die Nutzung einzelner Kapitel, ohne den Inhalt des kompletten Buches zu lesen, ist zur Fokussierung einzelner Einsatzbereiche gut möglich.

Punkte: 3 von 4

Verständlichkeit

Die Sprache ist durchgehend klar, praxisnah und auch für Leserinnen und Leser ohne technischen Hintergrund gut zugänglich. Fachtermini werden anschaulich erklärt. Komplexe Inhalte werden durch Fallbeispiele und schrittweise Handlungsanleitungen anschaulich und gut nachvollziehbar dargestellt. Der Autorin gelingt ein guter Transfer zwischen Theorie und Praxis.

Punkte: 4 von 4

Eignung Das Buch richtet sich an Recruiter, HR-Verantwortliche und Führungskräfte, die den Einsatz von KI in Auswahl- und Besetzungsprozessen besser verstehen und strategisch einordnen möchten. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Praktiker erhalten eine solide Grundlage, um technologische Möglichkeiten kritisch zu bewerten. Besonders hilfreich ist die Verbindung aus technischer Einführung, Praxisbezug und ethischer Reflexion.
Relevanz

KI ist im Recruiting-Alltag angekommen – und sorgt für Unsicherheit. Während sich Bewerbende fragen, ob Algorithmen über ihre Zukunft entscheiden, fürchtet HR Kontrollverlust und rechtliche Risiken. Das Buch liefert Orientierung zu Verantwortung, Fairness, Transparenz und der Rolle des Menschen. Dabei wird deutlich: KI ist das Werkzeug – wofür sie eingesetzt wird und mit welcher Haltung dies geschieht, ist wichtiger als das Tool selbst.

Punkte: 3 von 4

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Sebastian Klocker, Adele Siegl: KI verstehen und gestalten.

Testgelesen von Matthias Garten

„KI verstehen und gestalten“ von Sebastian Klocker und Adele Siegl ist ein Sammelband, der sich an Leserinnen und Leser richtet, die Künstliche Intelligenz (KI) nicht nur technisch, sondern auch ihre Auswirkungen auf Arbeit, Organisation und Mitbestimmung verstehen möchten. In der Einleitung vermittelt der Sammelband grundlegendes Wissen zu KI und ordnet die Technologie geschichtlich wie technisch ein. Darauf folgen 15 Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren, die ein breites Themenspektrum abdecken: von Mythen und Machtfantasien rund um KI über Chancen und Risiken des KI-Einsatzes in der Arbeitswelt bis hin zu Anwendungen in unterschiedlichen Branchen, etwa der Industrie oder Logistik. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Diskriminierung durch und von KI, betrieblicher Mitbestimmung bezüglich KI, Datenschutz sowie regulatorischen Fragen wie dem „AI Act“ oder der Plattformarbeitsrichtlinie. Die Inhalte werden durch zahlreiche (Praxis)-Beispiele anschaulich und greifbar gemacht. Zudem beinhalten einige Beiträge konkrete Handlungstipps für den Umgang mit KI. Als inhaltlicher roter Faden zieht sich durch das gesamte Buch die Erkenntnis, dass KI zwar entlasten und Prozesse verbessern kann, zugleich aber auch Kontrolle, Ungleichheit und Entwertung verstärken kann. Der Sammelband plädiert deshalb konsequent für eine menschenzentrierte, regulierte und mitbestimmte Einführung von KI.

Informationsdichte

Die Informationsdichte ist hoch, aber meist gut dosiert. Der Band liefert in kurzer Form Grundlagen, Anwendungsfelder und Rechtsrahmen, ohne sich in reiner Theorie zu verlieren. Leichte Wiederholungen beim Grundtenor – KI braucht Regulierung und Mitbestimmung – sind vorhanden, wirken in einem Sammelband aber eher verbindend als redundant.

Punkte: 4 von 4

Visuelle Gestaltung

Das Buch wirkt sachlich, seriös und eher funktional als verspielt. Das Cover ist modern und aufmerksamkeitsstark gestaltet, innen dominiert jedoch ein klassisches Fachbuchlayout mit klaren Überschriften und ruhigem Satz. Der Eindruck setzt insgesamt mehr auf Lesbarkeit als auf gestalterische Dynamik.

Punkte: 3 von 4

Gliederung

Die Gliederung ist logisch strukturiert. Nach Vorwort und grundlegender Einleitung folgen die Beiträge in einer nachvollziehbaren Bewegung von Einordnung über Anwendungsfelder bis zu Mitbestimmung, Schutzrechten und Regulierung. Einzelne Kapitel lassen sich gut selektiv lesen, weil Themen, Autoren und Einstiegspunkte klar markiert sind.

Punkte: 4 von 4

Verständlichkeit

Die Sprache ist überwiegend klar, argumentativ und fachlich fundiert. Begriffe aus Technik, Recht und Arbeitswelt kommen häufig vor, werden aber in der Einleitung sauber eingeführt. Für völlige Einsteiger könnten manche Kapitel dichter und abstrakter wirken als andere, doch die Praxisbeispiele gleichen dies teilweise wieder aus.

Punkte: 3 von 4

Eignung Geeignet ist das Buch für Betriebsräte, HR-Verantwortliche, Interessenvertretungen, Führungskräfte, Projektverantwortliche für Digitalisierung und alle, die KI im Arbeitskontext einordnen müssen. Man braucht kein tiefes Technikvorwissen, sollte aber Interesse an Regulierung, Arbeitsorganisation und gesellschaftlichen Folgen mitbringen. Als Nachschlagewerk für konkrete Betriebsfragen ist der Band besonders nützlich.
Relevanz

Das Buch trifft den aktuellen Nerv der Zeit sehr gut, weil es KI nicht nur als Tool, sondern als Arbeits- und Machtfrage behandelt. Bahnbrechend im Sinne technischer KI-Forschung ist es meiner Meinung nach nicht; seine Stärke liegt woanders: in der klugen Verbindung von Technik, Praxis, Arbeitnehmerrechten und Regulierung.

Punkte: 4 von 4

Die TestlesendenSusanne Böttger-Schösser ist seit 1995 im Personalwesen tätig. Als selbstständige Beraterin begleitet sie Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Personalentwicklung, Recruiting und Arbeitsrecht. Kontakt: bit.ly/4q6mgb0

Regina Esslinger ist spezialisiert auf die Bereiche Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur, Führung, Digitalisierung, HR-Transformation und Kommunikation. Neben ihrer Tätigkeit als Beraterin leitet sie die Personalabteilung eines Technologie-Unternehmens. Kontakt: bit.ly/3GRhvMI

Matthias Garten ist Experte für innovatives Präsentieren sowie für generative Künstliche Intelligenz. Er ist Unternehmer, Autor und Inhaber der Präsentationsagentur smavicon. Mit der Inflow Presentation Trend Academy bietet er Seminare zu Powerpoint, Visualisierung, Vorträgen und KI an. Kontakt: smavicon.de

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