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Resilienzforschung

Resilienz ist gut trainierbar

Bei der psychischen Widerstandskraft handelt es sich weniger um eine angeborene, sondern vielmehr um eine trainierbare Fähigkeit. Das haben Forschende des Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR), der Universitätsmedizin Halle und der Universität Münster nun untermauert. Zunächst wurde die psychische Verfassung der insgesamt 103 Teilnehmenden erfasst, um einen individuellen Resilienzwert abzuleiten. Im Anschluss nahmen die Probandinnen und Probanden an diversen Versuchen teil. Gezeigt wurden ihnen emotionale Bilder, gefolgt von einem Test zur visuellen Verhaltenskontrolle. Währenddessen wurden die Gehirnaktivitäten mittels Elektroenzephalografie (EEG) gemessen, mit dem Ergebnis, dass die Gehirnregionen der resilienteren Teilnehmenden strukturierter zusammenarbeiteten: Es zeigte sich zum einen stärkere Steuerung des vorderen Teils des Gehirns – zuständig für Kontrolle und Entscheidungen – ebenso wie eine bessere sowie geordnetere Kontrolle des visuellen Kortex – zuständig für die optische Wahrnehmung.

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Laut dem Arbeitsgruppenleiter am LIR und Neuropsychologen Albrecht Stroh werde Resilienz oft anhand der Verhaltensweisen einer Person beurteilt, letztlich würden sich dahinter jedoch neurobiologische Prozesse verbergen. Möglich sei es, diese zu verändern bzw. das Gehirn aktiv umzubauen, wie die Forschenden bei einer zweiten Versuchsreihe mit Mäusen nachgewiesen haben. Begründen lässt sich dies mit Plastizität – der Anpassungsfähigkeit des Gehirns. So ist laut Oliver Tüscher, assoziierter Arbeitsgruppenleiter am LIR und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Universitätsmedizin Halle, „die Plastizität der visuellen Schaltkreise des Gehirns ein Mechanismus der Resilienz“.

Link zur Studie: msmagazin.info/340Resilienzforschung

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