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Locker zur Lösung

Mediation in der Praxis

“Es hat ohnehin keinen Zweck”, “Der andere wird mich nie verstehen”, “Wir haben den Konflikt in der Vergangenheit nicht gelöst - also werden wir ihn auch in Zukunft nicht lösen”... Wenn Mitarbeiter sich streiten, sind sie oft stur und glauben nicht an eine Beilegung ihres Konflikts. In dieser Situation helfen Mediatoren: Sie schaffen es in der Regel, das Eis zu brechen. Wie das gelingt, schildert Mediatorin Anita von Hertel anhand eines Praxis-Falls.

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von managerSeminare
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3. Dezember 2003: In der Personalabteilung eines Produktionsbetriebes fliegen die Fetzen. Wenn Joschka Häberle einen Vorschlag macht, sorgt Dr. Martin Weymann dafür, dass er sich nicht durchsetzt - und umgekehrt. “Zum siebten Mal innerhalb von fünf Minuten haben Sie mich jetzt unterbrochen”, hält Häberle seinem Kollegen vor. Weymann holt gerade Luft, um zu antworten. In diesem Augenblick setzt ihr gemeinsamer Chef, der Geschäftsführer Johann Carsthof, dem Gerangel ein Ende: “Jetzt kommen Sie bitte zur Sache und arbeiten wieder zusammen! Meine Herren, es reicht!”

4. bis 17. Dezember 2003: Häberle und Weymann grüßen einander zwar - allerdings mit zusammengebissenen Zähnen. Beide bemühen sich, im direkten Kontakt eine Fassade aufrecht zu halten. Aber im E-Mail-Verkehr weisen sie sich gegenseitig inkompetentes Verhalten nach. Der Ausgangspunkt ihres Streites - nämlich ihre unterschiedlichen Auffassungen über die zukünftige Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen - ist längst zum Kleinkrieg ausgeartet.

31. Dezember 2003: Silvester hört Carsthof zufällig von der Einrichtung innerbetrieblicher Mediation im Unternehmen: Mediatoren sind unparteiische Dritte, die den Streitbeteiligten helfen, eigenständig zu einer Beilegung ihres Konfliktes und einer Lösung der dahinter stehenden Probleme zu finden. Sie mischen sich inhaltlich nicht in die Auseinandersetzung ein und kommen nicht auf die Idee, aus der Rolle zu fallen und Ratschläge zu geben. Sie verhalten sich neutral, indem sie die Aussagen und Standpunkte der Parteien nicht bewerten. Und sie schaffen durch ein strukturiertes Gesprächsverfahren den nötigen Raum, in dem eine kreative Lösung entstehen kann.

Carsthof nimmt sich vor, dem Thema noch näher auf den Grund zu gehen und im Konflikt zwischen Häberle und Weymann aktiv zu werden. Und dieser Vorsatz soll kein Silvestervorsatz mit kurzer Haltbarkeit sein...

Extras:

  • Info-Kasten: ALPHA-Struktur: Die fünf Schritte mediativen Verhaltens von der Auftragsklärung bis zur Abschlussvereinbarung.
  • Grafik: Matrix zur Qualitätssicherung - ein Steuerungsmodell für den Mediationsprozess.
  • Info-Kasten: Strategien zur Ideenfindung: Mit kreativen Gedanken zur Konfliktlösung.

Autor(en): Anita von Hertel
Quelle: managerSeminare 73, Februar 2004, Seite 64 - 70 , 25626 Zeichen

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