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Beitrag von Sylvia Jumpertz im Interview mit Niels Van Quaquebeke aus managerSeminare 342, September 2026
Vom Knowledge Worker zum Manager: Warum Managementkompetenzen für Wissensarbeitende an Bedeutung gewinnen
Neue Weiterbildungsbedarfe: Was der Shift zur Zusammenarbeit mit KI-Agenten für die Fortbildung von Fachkräften bedeutet
Machtverschiebung: Was sich durch KI-Agenten in Zukunft an den organisationalen Verhältnissen verändern könnte
Von Autonomie bis Sozial-Atrophie: Welche positiven und negativen Folgen der Einsatz von KI-Agenten-Teams mit sich bringen kann
Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 342
Niels, schön, dass wir persönlich miteinander sprechen. In einigen Jahren könnten unsere KI-Agenten das Interview führen, während wir beide etwas anderes machen.
Niels Van Quaquebeke: Das könnte tatsächlich sein. Und in Ansätzen passiert das schon heute: Einige unserer Professoren haben sogar versucht, KI-Agenten in Senatssitzungen zu schicken, weil sie nicht an jedem Meeting teilnehmen wollten. Das löste zwar aus Datenschutzgründen Protest aus, zeigt aber, wohin die Reise gehen könnte. Je leistungsfähiger die Systeme werden, desto häufiger werden sie uns komplexe Aufgaben abnehmen, weit über die passive Teilnahme an Meetings hinaus. Wir reden hier von KI-Agenten – KI-Systemen, die, anders als generative KI-Tools wie ChatGPT oder Claude, mit minimalem menschlichem Eingriff zielgerichtet handeln können. Sie können planen, schlussfolgern, Entscheidungen treffen und miteinander kooperieren. Deswegen ist davon auszugehen, dass Wissensarbeitende künftig immer häufiger ganze Teams solcher KI-Agenten für sich arbeiten lassen werden.
„KI-Agenten arbeiten zwar sehr autonom, aber eben nicht vollständig autonom. Anders als Menschen erraten sie keine Absichten, greifen keinen Flurfunk auf und entwickeln kein intuitives Verständnis für Zusammenhänge. Daher benötigen sie ein starkes Management.“
Du beschäftigst dich in einem Forschungspapier gemeinsam mit anderen Forschenden mit möglichen Implikationen dieser Entwicklung. Während man woanders oft liest, dass Leadership, also Menschenführung, im KI-Zeitalter besonders wichtig werde, seht ihr an anderer Stelle einen Bedeutungszuwachs.