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Improvisieren als Leadership-Kompetenz
Improvisieren als Leadership-Kompetenz

Yes to the Mess

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Alles unter Kontrolle, alles nach Plan, alles im Blick: Ob Führung je so funktioniert hat, ist fraglich. Heute jedoch tut sie es garantiert nicht mehr. Denn heute folgt eine unklare, widersprüchliche Herausforderung auf die nächste. Da hilft keine Kontrolle, kein eiserner Plan, da hilft nur eines: improvisieren und den Moment nutzen. Welche acht Prinzipien des Denkens und Handelns dabei entscheidend sind – und warum spielerische Improvisationsmethoden dabei helfen können, diese Prinzipien zu kultivieren.

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Herausforderung der BANI-Welt: Entscheidungs- und handlungsfähig bleiben im Chaos

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Von „Präsent im Moment“ bis „Status Awareness“: Acht Impro-Prinzipien, die Führungskräften helfen, flexibel zu denken und zu handeln


Cover managerSeminare 342 vom 28.08.2026Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 342

Eine Bereichsleitung steht vor einer schwierigen Entscheidung. Die Zahlen zur Sachlage sind widersprüchlich. Im Team gibt es unterschiedliche Erwartungen. Der Zeitdruck ist hoch. In dieser Situation gibt es kein Richtig oder Falsch, nur ein begrenztes Zeitfenster. Und die Notwendigkeit, handlungsfähig zu bleiben – in einem Moment höchster Unsicherheit und Ungewissheit.

Immer häufiger erleben Menschen in Führungsverantwortung solche Situationen in einer Welt, die immer schneller, komplexer und widersprüchlicher wird, BANI eben, so das Kürzel für brittle, anxious, non-linear, incomprehensible (brüchig, angstvoll, nicht linear und unfassbar). Situationen hochgradiger Unsicherheit und Ungewissheit sind ständig präsent in so einer Welt. Und das nicht nur in Krisen oder während größerer Transformationsprozesse, auch in ganz normalen Projekten, bei strategischen Entscheidungen und im Kontext täglicher Abstimmungen. Immer wieder fehlt es auch dort an Informationen, sind Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge nicht klär- oder vorhersehbar, ist die Lage widersprüchlich und vor allem unbeständig. Was heute noch galt, ist morgen schon wieder obsolet. Quasi täglich gibt es neue Rahmenbedingungen, neue Herausforderungen, Technologien und Tools. Nicht zuletzt KI hat die Drehzahl der Veränderung jüngst noch einmal erheblich erhöht. Führungskräfte brauchen daher eine neue Art von Handlungsfähigkeit. Sie müssen es schaffen, unter Unsicherheit Orientierung zu geben und einen produktiven Rahmen zu setzen, in dem alle gemeinsam vorankommen, statt den Mitarbeitenden den Weg zu weisen wie früher einmal.

Die heutige Herausforderung: Auch in chaotischen Situationen gestaltungsfähig bleiben

Die Crux dabei: Einfach ist der Wechsel in einen solchen neuen Führungsmodus nicht. Unter Druck greifen viele Führungskräfte immer noch auf vertraute Muster zurück. Sie versuchen etwa, Kontrolle herzustellen oder sich mit so vielen Informationen wie möglich abzusichern. Sie halten lieber an einmal gefassten Plänen fest, statt im Hier und Jetzt präsent zu sein und kreativ und lösungsorientiert zu reagieren. Dieses Verhalten ist zwar menschlich nachvollziehbar, doch es reduziert genau die Beweglichkeit, die in komplexen, volatilen Situationen nötig wäre.

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