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HR-Abteilungen halten Mehrbelastung nicht stand

Die Zeiten von HR als reine Personalverwaltung sind lange vorbei: In vielen deutschen Unternehmen haben HR-Abteilungen mittlerweile eine strategisch relevante Funktion inne. Doch können die HRler diesem Druck auch standhalten? Mit dieser Frage hat sich der „HR Health Check“ auseinandergesetzt; eine Studie des HR-Technologieanbieters HiBob, an der 500 Personalverantwortliche teilgenommen haben. Sechs von zehn HR-Verantwortlichen berichten demnach direkt an die Geschäftsführung, und vielerorts spiegelt sich die neue Verantwortung auch in neuen Funktionsbezeichnungen wider: 22 Prozent der Befragten agieren mittlerweile als Chief HR Officer. Damit befindet sich das Personalmanagement auf Augenhöhe mit anderen Führungsfunktionen und nimmt aktiv an strategischen Entscheidungen teil.

HR-Abteilungen unter Druck

Das erleben Personalverantwortliche als besonders herausfordernd in ihrem beruflichen Alltag:


Quelle: managerseminare.de; Studie „HR Health Check“ des HR-Technologieanbieters HiBob, n= 500, 2026

Doch diesem gestiegenen Anspruch stehen begrenzte Ressourcen gegenüber, wie die Ergebnisse der Studie belegen: In 41 Prozent der Unternehmen arbeiten zwischen sieben und 19 Mitarbeitende im HR-Bereich. Diese vergleichsweise kleinen Teams müssen laut Studie neben ihrer zunehmenden strategischen Verantwortung auch das operative Tagesgeschäft und umfassende Veränderungsprozesse bewältigen. Als besonders herausfordernd erleben die Befragten dabei unter anderem die Einführung neuer Technologien, den kontinuierlichen Spagat zwischen geschäftlichen Zwängen und Mitarbeiterbedürfnissen sowie die Prävention von Burnout (siehe Kasten).

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Dieser Balanceakt zehrt an den HRlern, wie die Ergebnisse unterstreichen: Demnach berichten 58 Prozent der Befragten von einer höheren emotionalen Belastung im HR-Bereich als im Vorjahr, ein Viertel der Befragten gibt sogar an, dass ihre Leistungsfähigkeit darunter leidet. Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens stehen dementsprechend hoch im Kurs; für 72 Prozent der Befragten sind Gesundheit und Wohlbefinden sogar die zentralen HR-Themen des Jahres. Denn eine Unternehmenskultur, die Wohlbefinden ernst nimmt, ist nicht nur aus ethischen Gründen geboten, sagt Studienautorin Natalie Homer: Sie biete auch einen strategischen Vorteil im Kampf um Talente.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es unter: msmagazin.info/339HRHealth

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