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Hacks für die Online-Teamarbeit
Hacks für die Online-Teamarbeit

Mikrokrisen managen

Die Online-Zusammenarbeit ist anfälliger für Teamkrisen als das analoge Miteinander. Denn Unstimmigkeiten bleiben im virtuellen Raum länger unsichtbar. Wenn sie entdeckt werden, hat sich meist schon ein Konflikt entzündet. Fünf Hacks wirken typischen Krisensituationen in virtuellen Teams entgegen, solange sie noch Mikroformat haben und leicht zu beheben sind.

Preview

Zielmosaik: Wie sich (scheinbare) Unzuverlässigkeiten in den Griff bekommen lassen

Unterschiedsanalyse: Wie potenziellen Grundsatzproblemen die Basis entzogen wird

Wanderndes Spotlight: Auf welche Weise in neuen Teams Vertrauen entsteht

Dialogspaziergang: Wie sich Sticheleien Schritt für Schritt in Luft auflösen

Kopfstandmethode: Wie belastende Einwände zu freundlichen Aussichten werden


Cover managerSeminare 288 vom 18.02.2022Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 288

Teamkrisen können aus vielen Gründen auftreten, doch haben sie in der Tiefe häufig dieselbe Wurzel: Der Ursprung der meisten Zerwürfnisse liegt schlichtweg darin, dass wir Menschen verschieden sind. Im Arbeitsalltag kann es durch die Diversität unserer Persönlichkeiten mitunter zu Irrtitationen kommen, die falsche Annahmen oder ein ungutes oder unangezeigtes Gefühl in uns auslösen: Die Arbeitsweise des Kollegen wird nicht verstanden und nicht akzeptiert, nur weil sie vom eigenen Arbeitsstil abweicht. Eine andere Meinung der Kollegin wird nicht als neue Perspektive gesehen, sondern als persönlicher Angriff gewertet. Unterschiedliche Werte der Teammitglieder führen zu unterschiedlichen Gewichtungen von Aufgaben und damit schnell zu gegenseitigen Fehlinterpretationen, weshalb sich wer wie verhalten hat: Warum kam die Rückmeldung zum Projekt so spät? Will der Kollege oder die Kollegin mich damit ärgern? Liest er die Nachrichten auf dem virtuellen Aufgaben-Board etwa nur einmal in der Woche? Ist sie im Homeoffice überhaupt zuverlässig am Schreibtisch?

Solche „Rätselhaftigkeiten“ können sich, wenn nicht permanent miteinander kommuniziert wird, schnell zum größeren Teamkonflikt auswachsen. In der analogen Welt ist der ständige Austausch noch relativ gut machbar: Erklärungen und notwendige Hinweise lassen sich oft nebenbei wie von selbst einflechten, z.B. im lockeren Austausch nach einem Meeting, wenn das Team noch zusammensitzt, oder als Small Talk auf dem Flur. Zudem lösen sich am gemeinsamen Arbeitsplatz viele Irritationen schnell mit einem Blick über die Schulter der anderen Teammitglieder: „Alles klar, Kollegin YX hat heute ein schwieriges Telefonat nach dem anderen zu erledigen – kein Wunder, dass sie heute Vormittag im Meeting so wortkarg war“, „Ach so, Kollege ZW bereitet gerade am Packtisch die Merchandising-Artikel vor – logisch, dass er sich noch nicht um meine Mailanfrage gekümmert hat.“

Im virtuellen Raum dagegen gibt es diese Möglichkeiten einer schnellen „Nebenbei-Klärung“ im Workflow-Prozess nicht. Es ist sogar noch vertrackter: Viele Krisenherde bleiben in Online-Teams erst einmal unsichtbar. Jede und jeder arbeitet räumlich abgekapselt für sich, und in den Video-Konferenzen und Telefonaten wird in der Regel nur besprochen, was auf der inhaltlichen Agenda steht. Kleinere Unstimmigkeiten, sprich Mikrokrisen und Missverständnisse, die sich im Hintergrund herausbilden, werden daher zunächst nicht wahrgenommen. Zutage kommen sie erst, wenn sich scheinbar wie aus dem Nichts ein Streit an ihnen entzündet. Dann aber ist das Kind schon im Brunnen, und um es herauszuziehen, bedarf es einigen Aufwand.

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