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Übersicht AnsprechpartnerWer wird befördert? Wer übernimmt Führungsverantwortung? Und wer versucht es gar nicht erst? Mit diesen Fragen hat sich eine Studie des HR-Technologieanbieters HiBob befasst, an der 2.000 Beschäftigte teilgenommen haben, je zur Hälfte Frauen und Männer. Demnach haben 47 Prozent aller Befragten in den vergangenen zwölf Monaten aktiv eine Beförderung angestrebt. Dieser Anteil ist bei den befragten Frauen mit 43 Prozent jedoch deutlich niedriger als bei den befragten Männern (50 Prozent). Fehlendes Selbstvertrauen sei dabei kein Grund für die niedrige Quote, halten die Studienautorinnen und -autoren fest: Zwei Drittel der befragten Frauen trauen sich eine Führungsrolle zu.
Nur 50% der deutschen Frauen sind der Meinung, dass sich Führung aktuell für sie lohne.
Jedoch antworteten auf die Frage, ob sich Führung unter den aktuellen Rahmenbedingungen für sie lohne, nur 50 Prozent der Frauen mit Zustimmung. Aufwand und Ertrag stehen ihrer Meinung nach in keinem Verhältnis. Zum Vergleich: Bei den Männern waren es 63 Prozent, die finden, eine Führungsrolle lohnt sich. „Unsere Studie macht deutlich, dass Gleichstellung dort scheitert, wo Strukturen fehlen“, kommentiert Studienautorin Melanie Wagner die Ergebnisse. Klare und kommunizierte Beförderungskriterien, nachvollziehbare Entscheidungsprozesse und eine aktive Auseinandersetzung mit Netzwerkvorteilen seien daher keine optionalen Maßnahmen, sondern Grundvoraussetzungen für Organisationen, in denen Talent wirklich zählt.
Weitere Informationen gibt es unter: msmagazin.info/341FemaleLeader
Beitrag von Sophie Dériaz aus managerSeminare 341, August 2026