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Beitrag von Volker Busch aus managerSeminare 341, August 2026
Wirken wollen: Warum ein sichtbares Ergebnis entscheidend ist für das Sinnerleben
Sinn-volle Zutaten: Was es für das „Summengefühl“ braucht, etwas Sinnvolles zu tun
Subjektive Bedeutsamkeit: Welche Tätigkeiten für uns Sinn ergeben
Passung vor Purpose: Warum das Wie beim Arbeiten wichtiger ist als das Was
Richtig fragen: Wie man gezielt nach mehr Sinn im Leben suchen kann
Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 341
In dem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams fragen außerirdische Wesen nach dem Sinn des Lebens. Schon seit Jahrtausenden zerbrechen sie sich darüber den Kopf, ohne zu einer Lösung zu kommen. Schließlich bauen sie den Supercomputer Deep Thought, der stolze 7,5 Millionen Jahre rechnet – nur um herauszufinden, dass die Antwort auf die letzte aller Fragen „42“ lautet. Man muss das Buch nicht kennen, um zu ahnen, dass der britische Autor mit dieser Geschichte jegliche Suche nach einem höheren Sinn durch den Kakao zieht. Wenn es nach Adams geht, dürfen wir jedenfalls keine eindeutige Antwort auf diese Frage erwarten (erst recht nicht von einem Computer).
Aus psychiatrischer Sicht ist die Frage nach dem Sinn des Lebens auch gar nicht so entscheidend. Viel relevanter für Motivation und Wohlbefinden ist hingegen die Frage nach dem Sinn im Leben. Das trifft sich gut, denn dieser Frage können wir uns auch deutlich leichter nähern. Erfahrungserlebnisse von Menschen und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Therapieforschung helfen uns zu verstehen, woraus wir genügend Sinn ziehen können, um morgens aufzustehen, uns für etwas zu engagieren und abends erfüllt ins Bett zu sinken.
Ein unverzichtbarer Punkt dabei ist Wirkung. In einem Experiment des amerikanischen Psychologen Dan Ariely von der Duke University in North Carolina sollten Probanden Türme aus Legosteinen bauen und jeweils mit einem neuen Turm beginnen, sobald sie den alten fertiggestellt haben. Für jedes Bauwerk gab es eine kleine Belohnung. Eine Hälfte der Probanden durfte die fertigen Türme jedoch stehen lassen, während die andere Hälfte sie erst wieder in Einzelteile zerlegen musste, bevor sie einen neuen Turm anfangen durften. Im Verlauf des Experiments zeigte sich, dass diese Gruppe immer weniger motiviert war weiterzubauen, während die Gruppe, deren Türme stehen bleiben durften, weiter mit Lust und Laune bei der Sache blieb.