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Führungsstile

Dienende Führung geht oft auf Kosten der Performance

Unter dienender Führung, auch als Servant Leadership bekannt, wird ein Führungsstil verstanden, bei dem die Bedürfnisse der Mitarbeitenden an erster Stelle stehen. Doch so gut Servant Leadership fürs Teamgefüge ist, ist auch dieser Führungsstil kein Allheilmittel. Das ist das Hauptergebnis einer norwegischen Studie, die im Journal of Organizational Behavior erschienen ist.

Dienend führen, aber richtig: So gelingt Servant Leadership


managerseminare.de; Studie „The Double-Edged Sword of Servant Leadership: Motivational Climates, Helping Behavior, and Financial Performance” des Centre for Applied Research der NHH Norwegian School of Economics, n = 120 KMUs und deren Führungskräfte, 2025.

In zwei Studien, einem Laborexperiment und einer Langzeitstudie mit 120 teilnehmenden KMU, untersuchten die Forschenden die Effekte dienender Führung auf das Arbeitsklima und die Performance. Diese beschreiben sie als ein zweischneidiges Schwert: Denn einerseits schafft Servant Leadership ein sogenanntes Meisterklima, in dem der Fokus auf Lernen, Zusammenarbeit und persönlicher Weiterentwicklung liegt. Dieses Klima führt dazu, dass sich Mitarbeitende gegenseitig mehr unterstützen und das Teamgefüge gestärkt wird. Gleichzeitig schwächt sie jedoch das Leistungsklima, da Wettbewerb und der Vergleich mit anderen nicht mehr im Vordergrund stehen. In der Studie ging das mit einer geringeren finanziellen Performance des Unternehmens einher.

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Die gute Nachricht dabei: Das muss nicht so sein. Denn oftmals liege der Fehler nicht im Führungsstil selbst, sondern in einer einseitigen Umsetzung, so die Forschenden. Sie empfehlen ein „Sowohl als auch“-Klima, in dem sowohl die Zusammenarbeit im Team als auch ein gesunder Wettbewerb gefördert wird. Dem Team Autonomie zu geben, gilt dabei als der stärkste Hebel, um negative Auswirkungen dienender Führung abzufedern. Ebenfalls sei es elementar, klar bei den Erwartungen zu sein, betonen die Autorinnen und Autoren der Studie: Führungskräfte müssen unmissverständlich definieren, was Erfolg für sie bedeutet. Denn nur wenn die Mitarbeitenden wissen, woran sie gemessen werden, können sie ihre Autonomie wirksam nutzen.

Die vollständige Studie steht unter msmagazin.info/341ServantLeadership zum Download zur Verfügung (in englischer Sprache).

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