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Führungskräfte und die Digitalisierung

Positive Gefühle überwiegen

Eine Mehrheit der Führungskräfte begegnet der Digitalisierung mit positiven Gefühlen. 63 beziehungsweise 59 Prozent verbinden damit laut einer aktuellen Studie sogar Freude und Spaß.

Der Erhebung zufolge ist die Digitalisierung für die große Mehrheit – bei allem Spaß – dennoch in erster Linie kein Zuckerschlecken, sondern Pflichtprogramm: mehr als 80 Prozent verbinden damit vor allem Begriffe wie Leistung, Logik, Herausforderung, Ordnung und Verantwortung. Befragt wurden 500 Entscheider aus Betrieben mit mehr als 250 Mitarbeitern. Die Innovation Alliance – ein Verbund des IT-Unternehmens Cisco sowie elf mittelständischer IT-Betriebe – setzte dabei auf ein spezielles Verfahren namens Emotional Territories. Die Probanden wurden mit einer Palette emotional aufgeladener Begriffe konfrontiert, die sie einordnen sollten. Anschließend ermittelte ein Algorithmus verborgene Werte- und Emotionsmuster in ihren Antworten. Auf diese Weise ließ sich 'die Psychologie der Digitalisierung' – so auch der Titel der Studie – ermitteln.
Rund ein Drittel der Entscheider fällt in der Untersuchung durch negative Gefühle hinsichtlich der Digitalisierung auf. Wobei die Sorgen bei den männlichen Entscheidern größer sind als bei den weiblichen: Während für nur 28 Prozent der weiblichen Führungskräfte die Digitalisierung mit Angstgefühlen verknüpft ist, trifft dies auf 35 Prozent der Männer zu. Unterschiede lassen sich auch je nach Unternehmensbereich feststellen: Der Personalbereich, Forschung und Entwicklung sowie die Fertigung reagieren eher positiv auf die Digitalisierung. Bei Entscheidern in der Produktion und im Sales-Bereich provoziert sie dagegen besonders negative Gefühle. 34 Prozent der Probanden verbinden auch Gefühle der Einsamkeit mit der Digitalisierung. Sie fühlen sich mit den Herausforderungen also offenbar allein gelassen. Unternehmen können das als Signal dafür werten, dass sie stärker mit unterstützenden Angeboten aktiv werden müssen.

Das verbinden Führungskräfte mit der Digitalisierung
  • Leistung: 88,6%
  • Logik: 88,4%
  • Herausforderung: 88,2%
  • Ordnung: 85,8%
  • Zufriedenheit: 68,2%
  • Freude: 63,0%
  • Spaß: 58,6%
  • Sparsamkeit: 56,8%
  • Lust: 44,0%
  • Einsamkeit: 34,0%
  • Angst 32,6%
  • Herzlichkeit: 26,0%
  • Liebe: 24,2%
  • Trost: 20,4%


Quelle: Innovation Alliance (ein Verbund aus elf mittelständischen IT-Firmen sowie dem IT-Unternehmen Cisco): 'Die Psychologie der Digitalisierung: Wie sich Digitalisierung für den Mittelstand anfühlt', Innovation Alliance, 2017,
n = 500, Auszug aus der Originalgrafik, Angaben in Prozent.
Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 228, März 2017
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