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Erwerbsarbeitszeit

Lebensarbeitszeit steigt mit Bildungsgrad

Wer studiert, startet später in den Job und arbeitet insgesamt weniger lange. Ist dem so? Weit gefehlt: Aus einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) geht nun Gegenteiliges hervor. Während die Lebensarbeitszeit bei Männern mit hoher Bildung bei rund 41 Jahren liegt, sind Männer mit niedrigerer Bildung im Schnitt 31 Jahre erwerbstätig. Bei Frauen ist der Unterschied noch gravierender: So arbeiten Frauen mit einem höheren Abschluss knapp 32 Jahre – geringer qualifizierte Arbeitnehmerinnen hingegen nur etwa 18 Jahre. „Die vergleichsweise hohe Lebensarbeitszeit von Personen mit hoher Bildung lässt sich vor allem auf ihre durchgehend höhere Erwerbstätigenquote zurückführen“, so BiB-Wissenschaftler und Mitautor der Studie, Harun Sulak. „Diese gleichen zusammen mit der höheren Wochenarbeitszeit den im Durchschnitt späteren Eintritt in das Erwerbsleben durch längere Ausbildungszeiten mehr als aus. Ein Studium führt also nicht zwangsläufig zu einer verkürzten Lebensarbeitszeit.“

Hier geht es zu den vollständigen Ergebnissen der Studie: msmagazin.info/342Lebensarbeitszeit

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