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Kennen Sie die Kürzel RTO und WFH? Sie stehen für die Begriffe „Return to Office“ bzw. „Work from Home“ und spalten die Arbeitswelt. Denn das Thema wird nach wie vor hitzig diskutiert: Wo soll gearbeitet werden? Zu Hause oder im Büro? Und wie viel wo? Was auf den ersten Blick wie eine pragmatische Organisationsfrage als Corona-Überbleibsel klingt, hat sich zu einem Symbolkonflikt entwickelt. Hinter dem Streit um das Homeoffice verbirgt sich weit mehr als ein Ringen um Arbeitsorte.
Unser diesmaliger Titeltextautor, der Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm, sieht darin einen Stellvertreterstreit. Nicht das Homeoffice selbst, so seine Analyse, steht im Zentrum der Debatte, sondern das, was es auslöst: Fragen nach Selbstbestimmung, Vertrauen und Sinn. Für viele Menschen ist das Homeoffice zum Ausdruck einer neuen Freiheit geworden. Der Freiheit nämlich, Arbeit in Einklang mit dem eigenen Leben zu verrichten, konzentrierter, selbstbestimmter und ruhiger arbeiten zu können. Wer diese Bedürfnisse bzw. Motive übersieht, sitzt schnell Fehlinterpretationen auf: etwa, dass alle Homeoffice Worker bequem oder illoyal sind.
Gönn dir den Gipfel! Am 24./25. April 2026 finden die PTT in Königswinter bei Bonn statt. Dieses Mal steht das Gipfeltreffen der Weiterbildung unter dem Motto „Stark im Wandel(n)“. Tickets gibt es hier: petersberger-trainertage.de
Zugleich weist Hamm darauf hin, dass das Firmenbüro nicht nur Schattenseiten, sondern auch Qualitäten hat: etwa Vielfalt, soziale Rückkopplung und gemeinsames Lernen. Ein generelles Entweder-oder kann es daher – wie so oft – nicht geben. Vielmehr spiegelt die aktuelle Debatte eine tieferliegende Frage: Wie lässt sich Arbeit so gestalten, dass sie Autonomie ermöglicht, ohne Isolation zu erzeugen, und Gemeinschaft stiftet, ohne Kontrolle zu erzwingen? Mehr dazu, liebe Leserinnen und Leser, in diesem Beitrag.
Krisenmeldungen, sinkende Quartalszahlen, Reizüberflutung, steigender Erwartungsdruck … Kein Wunder, dass wir uns zunehmend gestresst fühlen. Fachlich ausgedrückt: Unser Nervensystem befindet sich immer häufiger in einem Zustand der Übererregung. Das belastet nicht nur die Gesundheit, sondern ist auch Gift für die Zusammenarbeit. Kommunikation gelingt nämlich vor allem dann, wenn wir im „Window of Tolerance“ bleiben – einem Zustand, in dem das Nervensystem ausgeglichen ist und wir klar denken, präsent reagieren und offen auf andere zugehen können. Gerät dieses Gleichgewicht unter Druck, verengt sich unsere Wahrnehmung, und die Zusammenarbeit wird mühsam. Die gute Nachricht: Das eigene Nervensystem zu regulieren, lässt sich gut trainieren – und zwar lebenslang. Wie, zeigt der Beitrag.
Viel Spaß beim Lesen und viel Erkenntnisgewinn!
Beitrag von Nicole Bußmann aus managerSeminare 333, Dezember 2025