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Der Leadership Compass
Der Leadership Compass

Ausloten der eigenen Führungsrolle

Führungskräfte befinden sich in einem Geflecht sehr unterschiedlicher Aufgaben und Erwartungen. Um sich darin nicht zu verlieren, müssen sie ihre Prioritäten kennen und Grenzen setzen. Das erfordert eine klare Definition der eigenen Führungsrolle mit Antworten auf die Frage: Wo soll meine Verantwortung enden – und die des Teams beginnen? Der Leadership Compass hilft, dies auszuloten und das eigene Rollenbild mit den Erwartungen des Teams abzugleichen.

Preview

Viele (implizite) Erwartungen: Weshalb Führungskräfte ihre Rolle klar definieren müssen

Spannungsfelder: In welchen teils gegenpoligen vier Dimensionen sich Führung bewegt – und wie der Leadership Compass diese abbildet

Nutzung des Leadership Compass: Welche Vorbereitungen und welche Materialien die Arbeit mit dem Canvas verlangt

Selbstworkshop mit dem Kompass: Wie die Führungskraft mit dem Tool zur Verortung ihrer Rolle findet

Teamworkshop mit dem Kompass: Wie das eigene Rollenbild im Teamworkshop auf den Prüfstand gestellt wird

Gemeinsames Rollenbild: Wie Team und Führungskraft zu einem gemeinsamen Rollenbild von Führung – und vice versa – Teamverantwortung gelangen


Cover managerSeminare 336 vom 27.02.2026Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 336

Hintergrund

Führungskräfte sitzen zwischen vielen Stühlen: Das höhere Management erwartet KPIs, das Team fordert individuelle Begleitung, dazu kommen Anfragen von Kolleginnen und Kollegen nach fachlichem Rat. All diese Erwartungen sind zwar jede für sich nachvollziehbar, doch sollten Führungskräfte nicht versuchen, nahezu jedem Anliegen nachzukommen. Tun sie es, riskieren sie, sich in einer Mühle an Jobs aufzureiben. Eine in alle Richtungen bis zum Anschlag ausgeprägte „Allverantwortung“ ist der Führungsrolle auch nicht eingeschrieben, im Gegenteil: Wer sich um alles kümmert, verkümmert und schafft Verkümmerte. Vielmehr sollten Führungskräfte für sich und ihr Team daher klären: Was beinhaltet meine Rolle, so wie ich sie ausüben möchte, wirklich? Wo will ich Schwerpunkte setzen? Wie weit geht meine Verantwortung – und wo beginnt die des Teams? Solange es hierzu kein scharfes Bild gibt, ist neben dem Risiko der Überlastung die Gefahr von Missverständnissen hoch: Die Mitarbeitenden gehen stillschweigend davon aus, ihre Führungskraft kümmere sich um bestimmte Aufgaben, während diese die betreffenden Jobs eigentlich nicht als ihre Sache ansieht. Trotzdem erledigt sie sie – weil sie es schneller kann oder sich eine Gewohnheit eingeschliffen hat –, tut dies allerdings mit wachsendem Unmut, was die Mitarbeitenden jedoch nicht zu deuten wissen. Aus Dynamiken wie diesen auszusteigen, bzw. sie gar nicht erst aufkommen zu lassen und stattdessen Klarheit über Verantwortlichkeiten zu schaffen: Aus dieser Intention heraus habe ich den Leadership Compass entwickelt.

Nutzen

Der Leadership Compass gibt Führungskräften und Mitarbeitenden eine greifbare Struktur, um über Erwartungen und Grenzen der Führungsrolle ins Gespräch zu kommen. Implizite Erwartungen der Führungskraft an das Team und des Teams an die Führungskraft werden explizit gemacht und aufeinander abgestimmt, bis ein von allen getragenes Rollenbild entsteht. Dabei geht es nicht um eine einseitige „richtige“ Lösung, sondern eine gemeinsame Verständigung, die visualisiert wird. Mit dem Rollenbild vor Augen fällt es der Führungskraft leichter, im Führungsalltag auch mal „Nein“ zu sagen und sich auf diejenigen Aufgaben zu fokussieren, die dem gemeinsamen Verständnis von Leadership entsprechen. Die Mitarbeitenden wiederum haben klare Anhaltspunkte, um im Alltag zu erkennen, wo ihre Selbstverantwortung beginnt. Kurz: Das Tool bringt Fokus in die Interpretation der Führungsrolle – und vice versa in die Teamverantwortung – und macht Handlungs- und Entwicklungsfelder sichtbar.

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