Honorarstudie

Was verdienen Trainer wirklich?

Was verdienen Trainer, Coachs und Speaker? Mit der bislang wohl größten Honorar- und Gehaltsstudie der Weiterbildungsbranche bringt der Verlag managerSeminare Licht ins Dunkel. Ein paar erste Ergebnisse, ausschließlich zu den Trainerhonoraren:

Mit so einer großen Beteiligung hatten wir nicht gerechnet: 2.296 Weiterbildner haben sich an der Honorar- und Gehaltsstudie unseres Verlages zwischen dem 20. November und dem 14. Dezember 2012 beteiligt und damit Einblick in ihre Geldbörsen gegeben. Vielen Dank an dieser Stelle für die außerordentlich rege Beteiligung. Die Frage nach der Honorarhöhe der im Weiterbildungsmarkt Tätigen entstand im Zuge der Diskussionen um die Honorarempfehlungen, die der BDVT Berufsverband für Trainer, Berater und Coachs ausgesprochen hatte (Training aktuell berichtete in der September- und in der Oktober-Ausgabe).

Die nun vorliegenden Daten ermöglichen erstmals einen differenzierten Blick auf die Honorar- und Gehaltssituation der Weiterbildner. Verdienen Frauen genauso viel wie Männer? Welche Auswirkungen haben Ausbildung und Berufserfahrung auf die Tagessätze? Und wie schlägt sich das Beschäftigungsverhältnis im Portemonnaie nieder? So lauten die ersten Fragen, die wir analysiert haben.

Zunächst einmal: Alle drei Parameter – Geschlecht, Erfahrung und Beschäftigungsform - haben Einfluss auf die Honorarhöhe. Manche Unterschiede lassen sich gut erklären: etwa, dass der Tagessatz mit der Dauer der Trainertätigkeit steigt. Für andere Unterschiede fehlen plausible Argumente: etwa dafür, dass Frauen deutlich geringere Tagessätze haben als Männer.

Die nackten Zahlen sind bisweilen ernüchternd: Mehr als jeder zehnte Trainer, der sich an der Umfrage beteiligt hat, arbeitet mit einem Honorarsatz bis zu 400 EUR. Vor allem solche, die Training nebenbei betreiben und nicht nach unternehmerischen Maßstäben kalkulieren (müssen). Honorarsätze über 3.000 EUR müssen bei Trainern als Spitzenhonorare angesehen werden: Nur zwei Prozent der befragten Trainer (nicht der Coachs, nicht der Redner!) erzielen derartige Summen. Der Durchschnittshonorarsatz beträgt bei Frauen 1.065 EUR, bei Männern 1.363 EUR. Honorarschwellen sind laut Studienergebnis einmal bei über 1.200 EUR, bei denen Frauen scheitern, und bei über 1.600 EUR, die Männern zu schaffen machen.

Auch bei den festangestellten Trainern zeigt sich eine enorme Spreizung der Verdienste: Rund 14 Prozent verdienen ein Bruttogehalt zwischen 60.000 und 70.000 EUR. Nahezu ebenso viele müssen sich mit einem Jahressalär unter 30.000 EUR zufrieden geben. Immerhin acht Prozent verdienen jedoch auch mehr als 100.000 EUR.

Beruhigend: Im Laufe eines Trainerlebens lassen sich die Honorarsätze um rund 50 Prozent steigern. Die Steigerung lässt allerdings auf sich warten: Rund 10jährige Erfahrung ist dafür vonnöten, wie die Zahlen zeigen.

Eine genauere Analyse, weitere Zahlen und aufschlussreiche Grafiken liefert Ihnen unser Beitrag in Training aktuell. Er ist der erste von mehreren Texten, die in den kommenden Ausgaben das üppige Datenmaterial unter die Lupe nehmen und hoffentlich nützliche Erkenntnisse über die Verdienstmöglichkeiten in der Weiterbildungsbranche zu Tage bringen.

03.01.2013
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