Motivorientierte Gartenparty

Steven Reiss in Köln

"Buchparties werden viel zu selten gegeben", bemerkte Ute Flockenhaus, Programmleiterin des Gabal-Verlages in Offenbach, vergangenen Freitag in Köln. Anlass ihrer Äußerung war genau das: eine Buchparty. Veranstaltet wurde sie von Frauke Ion und Markus Brand, die mit der Gartenparty bei nicht allzu gutem Wetter ihrer Freude über ihr soeben im Gabal-Verlag erschienenen Buch "Motivorientiertes Führen" Ausdruck verleihen wollten. Special-Guest der Veranstaltung in Rodenkirchen war Steven Reiss (siehe Bild), Erfinder des Reiss-Profiles, der die beiden Kölner zu ihrem Buch inspirierte.

Ute Flockenhaus hat Recht: Buchparties gibt es ausgesprochen selten, selten ist nämlich die Freude und der Stolz so groß wie bei Frauke Ion und Markus Brand. Viel Mühe hatten sie sich daher gegeben, den Garten motivorientiert bzw. Reiss-gerecht zu schmücken. So gab es Servietten in Farbe des Reiss-Profiles (Rot, Gelb, Grün), bedruckte Karten mit den Reiss´schen Motiven, dazu Reissdorf-Kölsch und Wein vom Winzer Reiss. Dass Steven Reiss persönlich erscheinen konnte, war mehr Kalkül als Zufall, wie Frauke Ion freimütig einräumte. Am Tag darauf fand nämlich der Fachkongress der „World Society of Motivation Scientists and Professionals“ in Köln statt, bei dem Reiss auftrat und der gleichzeitig als Gründungskongress der World Society of Motivation Scientists and Professionals (WSMSP) galt.

Zum Hintergrund des Reiss-Profiles: Prof. Steven Reiss, Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Ohio State University in Columbus, USA, erkrankte 1997 lebensbedrohlich. Er stellte sich die Frage, die sich vermutlich viele stellen, wenn sie auf ihr Leben zurück blicken (müssen): "War ich glücklich in meinem Leben?" Nach seiner Genesung begab sich Reiss mittels empirischer Studien an die Erforschung überdauernder Werte. Er identifizierte 16 Lebensmotive, die als "Endzwecke" menschlichen Handelns über das Reiss Profile sicht- und nutzbar gemacht werden können: Macht, Unabhängigkeit, Neugier, Anerkennung, Ordnung, Sammeln/Sparen, Ehre, Idealismus, Beziehungen, Familie, Status, Rache/Wettkampf, Eros, Essen, Körperliche Aktivität und Emotionale Ruhe. Mit seiner Lebensmotiv-Analyse werden die individuellen Motivausprägungen eines Menschen ermittelt und in einem Diagramm als so genanntes Reiss-Profile in den bereits erwähnten Farben Grün, Gelb, Rot dargestellt.

Seit 2003 wird das Reiss-Profile in Deutschland als individuumszentriertes Diagnoseinstrument der Motivationspsychologie eingesetzt, unter anderem im Management, im Sport und im Privatleben. So auch von Frauke Ion und Markus Brand. Sie gründeten 2006 das Institut für Lebensmotive in Köln und unterstützen seitdem Menschen und Organisationen dabei, ihre inneren Antreiber, ihre Motive, kennen zu lernen, zu reflektieren und zu nutzen.

In der nächsten Ausgabe von managerSeminare erklären Ion und Brand das Reiss-Profile in der Anwendung auf das Themenfeld Führung und Management. Zudem zeigt Steven Reiss im Interview die Hintergründe des motivationalen Ansatzes auf.
07.09.2009
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