Deutschlands Redner machen den Mund auf

„Miteinander reden ist alternativlos“

Am Freitag, 20. Mai, ist es soweit: Zehn Redner und acht Künstler machen den Mund auf und sprechen Klartext. Unter dem Motto „Bevor der Reichstag wieder brennt – Miteinanderreden ist alternativlos" werben sie im Kulturzentrum Urania in Berlin für mehr Respekt und Wertschätzung im Umgang miteinander. Die Veranstaltung gehört zur Initiative „Reden für Menschlichkeit“ und wird von zahlreichen Prominenten, etwa von Lou Bega und Auma Obama unterstützt.

„Wir brauchen eine neue Friedensbewegung, und zwar eine Friedensbewegung nach Innen“, ist Sabine Asdogom überzeugt. Asgodom ist professionelle Rednerin und hat die Initiative „Reden für Menschlichkeit“, in deren Rahmen die Redegala stattfindet, im Herbst vergangenen Jahres mit einem Facebookpost ins Leben gerufen. „Der gesellschaftliche Friede in unserem Land ist bedroht. Angst, Neid und Missgunst breiten sich genauso aus wie die Diffamierung Andersdenkender. Das führt langfristig zur Radikalisierung – mit der Folge, dass nur noch aufeinander eingedroschen und nicht mehr zugehört wird. Aber Miteinanderreden ist für die Demokratie alternativlos“, begründet die bekannte Autorin ihr Engagement.

Bereits im Herbst 2015 hatte es eine Veranstaltung gegeben: "München menschelt" hieß die Matinée, die Ende September in der Muffathalle stattgefunden hat. Dieses Mal wird es ein Abend sein, und zwar wird er in Berlin stattfinden. Insgesamt zehn Redner und acht Künstler werden am kommenden Freitag dazu aufrufen, die Auseinandersetzungen in unserer Gesellschaft wieder mit mehr Respekt und Wertschätzung zu führen. Sie wollen, so lautet es in der Ankündigung, „ihre Münder für Menschlichkeit aufmachen“, also die Augen und die Herzen neu für die Menschen öffnen, die Unterstützung brauchen.

Den Start macht ab 17:30 Barbara Messer mit der begehbaren Installation "The Walk", um 18:30 führt der Hamburger Comedian Ralf Schmitt mit der „Angsthasen-Comedy“ in den Abend ein. Sein Aufruf: „Kill dein Kaninchen!“ Asgodom selbst übernimmt die Moderation und hat u.a. den ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse im Interview. Mit ihm klärt sie die Frage: Warum Respekt wichtig ist für die Demokratie. Weitere Redner sind u.a. Ulrike Scheuermann ("Sich selbst verstehen"), Gaby Graupner ("Zivilcourage") und Edgar Itt ("Werte leben"). Musikalische Einlagen gibt es u.a. von Ron Williams (seit vielen Jahren engagiert gegen Rassismus) und Julia Neigel ("Schatten an der Wand", seit Beginn ihrer Karriere im Einsatz für Toleranz, Humanität, Zivilcourage) sowie von der Berliner Rapperin Yansn („Good Vibez für alle“). Daneben unterstützen weitere Prominente mit Videobotschaften: der Münchner Kabarettist Ottfried Fischer, die Rednerin und Stiftungsgründerin Dr. Auma Obama sowie der Berliner Sänger Lou Bega.

Tickets gibt es ab 15,30 Euro hier, insgesamt können 850 Personen Platz finden.
17.05.2016
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