Meinungen zur Frauenquote

Das Thema Frauenquote ist virulent: kürzlich von Thomas Sattelberger, Arbeitsdirektor und Personalvorstand der Deutschen Telekom AG, mit Verkündung einer unternehmensinternen Quote erneut ins Rollen gebracht, haben sich jetzt die Deutsche Gesellschaft für Personalführung und die Bundesfamilienministerin zum Thema geäußert.

Noch ist die Aussage der Familienministerin Kristina Schröder nur eine Drohung: Bis 2015 müsse die Wirtschaft den Anteil der Frauen an der Spitze auf 20 Prozent steigern, sagte sie dem Handelsblatt. Die Ministerin drohte mit der Einführung einer gesetzlichen Quote, so die Wirtschaft die Vorgabe nicht von allein umsetze. Sie könne nur so lange guten Gewissens auf eine Quote verzichten, solange sie eine ständige Veränderung in die richtige Richtung sehe.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Personalführung äußerte sich vergangene Woche auf ihrem jährlichen Kongress in Wiesbaden zum Thema Frauen in Führungspositionen. Stefan Lauer, DGFP-Vorstandsvositzender und Personalvorstand der Lufthansa, sprach sich gegen eine gesetzliche Regelung aus: "Mit der Einführung einer verordneten Quotierung wird sich an der Situation nicht wirklich nachhaltig etwas ändern". Er plädierte vielmehr für eine Analyse, welche Rahmenbedingungen angepasst werden müssten, um die Voraussetzungen zu schaffen, die es hochqualifizierten Frauen stärker als bisher ermögliche, Führungspositionen zu übernehmen. Die DGFP selbst will ab Herbst eine Erfa-Gruppe "Frauen im Management" einführen und setzt zudem auf Erkenntnisse aus der von ihr finanzierten Landzeitstudie von Sonja Bischoff.

Der Stellungnahme der DGFP war eine Befragung der Mitgliedsunternehmen vorangegangen. 176 Personalmanager hatten ihre Meinung kund getan. Demnach lehnen 61 Prozent eine gesetzlich vorgeschriebene Fauenquote ab, 25 Prozent halten eine unternehmensspezifisch gesetzte Frauenquote für sinnvoll.

16.06.2010
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