Frauen leiden psychisch mehr als Männer

Die Überschrift ist nicht ganz korrekt, besser gesagt, sie verkürzt das Ergebnis einer Studie des BKK-Bundesverbandes. Der Spitzenverband der Betriebskrankenkassen hat nämlich untersucht, aus welchen Gründen Mitarbeiter dem Arbeitsplatz fernbleiben. Und dabei ist herausgekommen, dass seelische Probleme bei Frauen im Jahr 2007 der dritthäufigste Grund für Fehltage waren, bei Männern nur der fünfhäufigste Grund. Was das über Mann und Frau sagt, sagt die Studie nicht. Es kann sein, dass Frauen anfälliger sind für seelische Erkrankungen als Männer, es kann aber auch sein, dass sie wegen psychischer Erkrankungenschlichtweg nur häufiger zuhause bleiben. Die Männer schleppen sich vielleicht trotz Depression u.ä. in die Arbeit. Wie dem auch sei, fest steht: In den vergangenen dreißig Jahren haben sich psychische Erkrankungen mehr als verdoppelt: Im Jahr 1978 blieben BKK-Versicherte deswegen 0,6 Tage zu Hause, im Jahr 2007 1,3 Tage.

28.10.2008
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