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Trend Speakerausbildungen
Trend Speakerausbildungen

Lernen, Speaker zu werden

Viele Weiterbildungsprofessionals träumen davon, als Keynote Speaker tätig zu sein: lukrative Honorare, die große Bühne, ein kleines Stück vom großen Ruhm. Doch wie schafft man den Sprung in die Branche? Mit einer Speakerausbildung, versprechen immer mehr Anbieter. Training aktuell wirft einen Blick auf den Trend.

Vor einigen Jahren waren es Coachingausbildungen, die wie Pilze aus dem Boden schossen. Immer mehr große Weiterbildungsanbieter, Beratungsinstitute und Einzelcoachs entwickelten eine eigene Ausbildung und gingen damit an den Markt – mittlerweile sind es laut Coachingforscher Carsten C. Schermuly hierzulande rund 470 (Stand: Dezember 2020). Jetzt sind offenbar die Speakerausbildungen dran: Noch bis vor wenigen Jahren gab es nur vereinzelte Angebote für alle, die sich mit einem Kurs speziell aufs Keynote Speaking vorbereiten wollen. Doch mittlerweile finden sich Dutzende Ausbildungen auf dem Markt – Tendenz steigend. Wie viele es genau sind, lässt sich kaum einschätzen. Selbst die Rednervereinigung German Speakers Association (GSA), die auch eine eigene Speakerausbildung im Programm hat, kennt zwar die Hauptakteure in diesem Feld, hat aber nach eigener Aussage keinen vollständigen Überblick über alle auf dem Markt verfügbaren Angebote.

Speakerausbildung als Statussymbol

Aber wächst der Bedarf an Speakern überhaupt noch? Schließlich sind vielen in der Corona-Krise durch die Absage von Präsenzveranstaltungen ein Großteil der Aufträge weggebrochen. Siegfried Haider, der die GSA gegründet hat und heute mit seiner Agentur experts4events Keynote Speaker vermittelt, meint: „Der Markt wird durch die Pandemie erst mal kleiner werden, langfristig aber wachsen. Und dafür braucht es dringend neue Speaker, vor allem weibliche. Nicht Tausende, wie die Anbieter von Speakerausbildungen gerne mal behaupten, aber Hunderte durchaus. Allerdings nur richtig gute.“ Dennoch spiegelt die Zunahme an Speakerausbildungen wohl nicht nur einen steigenden Bedarf an Rednerinnen und Rednern wider. Nach Haiders Ansicht spielt hier auch das Ego der Anbieter eine Rolle: „Manche Speaker denken offenbar, dass der Markt jemanden, der andere Speaker ausbildet, eher als erfolgreich erachtet. Speakerausbildungen sind also auch ein Statussymbol.“

Unter den Anbietern finden sich einige Promis der deutschsprachigen Speakerszene wie Oliver Geisselhart und Peter Brandl, aber auch weniger bekannte Rednerinnen und Trainer, Rhetorikinstitute sowie die Hochschule für angewandtes Management in Ismaning. Bei manchen Ausbildungen zeigt sich auch, wie eng die Branche teils miteinander verwoben ist: So haben manche bekannte Keynote Speaker ihre eigene Ausbildung, treten aber auch als Trainer in anderen auf. René Borbonus z.B. bietet mit seinem Speakerkollegen Jörg Löhr eine eigene Masterclass für Speaker an, gibt sein Wissen aber auch an die Teilnehmenden der Speakerausbildung „The Key“ von Greator (früher Gedankentanken) weiter.

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