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Beitrag von Katharina Fehse aus Training aktuell 08/25, August 2025
Ob ausgesprochen oder schwelend, ob laut oder leise – in vielen Teams gehören Spannungen und Konflikte zum Alltag. Und oft sind sie nicht nur Ausdruck von Missstimmung, sondern Hinweis auf tieferliegende Dynamiken, die gehört und verstanden werden wollen. Anstatt Konflikte wegzudiskutieren oder vorschnell zu lösen, braucht es Methoden, die Beteiligte dabei unterstützen, einladend und respektvoll mit Unstimmigkeiten umzugehen – und die sie dazu ermächtigen, Unterschiede zu gestalten und die eigene Gestaltungskraft (wieder) zu entdecken. Ein wertvolles Instrument dafür kann die systemisch gerahmte Kraftfeldanalyse sein.
Oft sind Konflikte nicht nur Ausdruck von Missstimmung, sondern Hinweis auf tieferliegende Dynamiken, die gehört und verstanden werden wollen.
Diese Methode – ursprünglich entwickelt von dem Psychologen Kurt Lewin – ist ein Klassiker und gerade deshalb so kraftvoll, weil sie einfach und anschlussfähig ist. In ihrer klassischen Form unterscheidet sie zwischen fördernden und hemmenden Kräften, die auf ein gewünschtes Ziel hinwirken oder es blockieren. Systemisch betrachtet wird die Methode noch wirksamer: Denn hier geht es nicht um Richtig oder Falsch, sondern um die Funktion und Wirkung der Kräfte im jeweiligen Kontext. Um die Kraftfeldanalyse systemisch zu rahmen, braucht es drei zentrale Prinzipien:
Die folgende Intervention eignet sich besonders für Teams, in denen Spannungen und Konflikte spürbar sind. Sie ist sowohl in Präsenz als auch digital durchführbar. Ziel dieser Intervention ist es, Spannungsfelder als Ausdruck unterschiedlicher Bedürfnisse und Perspektiven zu verstehen und sichtbar zu machen, Ressourcen und hemmende Kräfte zu würdigen und gemeinsam als Team nächste Schritte zu entwickeln.