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Beitrag von Janina Merk aus Training aktuell 01/26, Januar 2026
Wenn Teams gemeinsam an Herausforderungen arbeiten, wird häufig sichtbar, dass dies entlang zweier grundverschiedener Orientierungsmuster verlaufen kann: einer defizitorientierten „Weg von“-Perspektive und einer ressourcenorientierten „Hin zu“-Perspektive. Beide erfüllen im sozialen System Team wichtige Funktionen. Doch sie schließen sich nicht etwa aus. Im Gegenteil: Ein Zusammenspiel beider Sichtweisen ermöglicht nachhaltige Entwicklung und Resilienz.
Bei der „Weg von“-Perspektive liegt der Fokus auf den Aspekten, von denen das Team Abstand gewinnen möchte, z.B. Konflikte, Stressoren, dysfunktionale Muster, ineffiziente Abläufe oder Belastungsquellen. Teams, die sich auf diese Perspektive konzentrieren, definieren ihre Ziele primär über das, was sie nicht (mehr) wollen. Dies kann als eine Art Entlastungsmechanismus betrachtet werden, der das Team vor weiteren negativen Erfahrungen bewahren soll. Dabei ist die „Weg von“-Perspektive nicht per se dysfunktional. Sie mobilisiert auch Veränderungsenergie. Gleichzeitig birgt es aber Risiken, sich ausschließlich daran zu orientieren: Das System bewegt sich im Zweifelsfall ohne klare positive Zielrichtung, was zu Orientierungslosigkeit, zirkulärer Problemkommunikation und erschöpfenden Ausweichbewegungen führen kann.
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