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Beitrag von Jennifer Stein aus Training aktuell 03/26, März 2026
Widersprüchlichkeit, Vielfältigkeit, Diversität – egal welche Bezeichnung wir verwenden, es gibt immer mindestens zwei Möglichkeiten im Team, mit dieser Situation umzugehen. Die erste Möglichkeit ist es, die Chancen zu nutzen, die damit verbunden sind. Die zweite Möglichkeit ist es, die Reibungen, Meinungsverschiedenheiten, Konflikte, die dadurch entstehen, als energieraubend und anstrengend zu definieren. Im Team wird diese Entscheidung zwischen diesen beiden Möglichkeiten immer wieder getroffen. Wir betrachten es für die Produktivität, die Zufriedenheit und auch die nachhaltige Leitungsfähigkeit des Teams als hilfreich, wenn das Team öfter die erste Möglichkeit in Betracht ziehen würde. Wenn es dem Team gelingt, aus dieser Unterschiedlichkeit positive Energie zu gewinnen.
Bei der Methode „Konfliktregulation auf begrenztem Raum“ geht es darum, Teams dafür zu sensibilisieren, welches Potenzial in den einzelnen (unterschiedlichen) Perspektiven liegt. Herauszufinden, welcher Mehrwert durch die Nutzung dieses Potenzials entsteht und wie dies immer wieder besser gelingen kann, ist Ziel beim Einsatz dieser Methode. Das Vorgehen kann beispielsweise gut in einen Workshop integriert werden, in dem sich das Team auf „Rüttelstrecken“ befindet. Es kann das Team dabei unterstützen, eine bessere professionelle Rollendistanz aufzubauen, Unterschiedlichkeit bzw. Widersprüchlichkeit für die eigene Entwicklung zu nutzen und somit auch eine Beobachtungsebene zweiter Ordnung zu erreichen. Wie die Methode in einen Workshop integriert werden kann, wird durch das folgende Beispiel exemplarisch dargestellt.
Bei der Methode „Konfliktregulation auf begrenztem Raum“ geht es darum, Teams dafür zu sensibilisieren, welches Potenzial in den einzelnen (unterschiedlichen) Perspektiven liegt. Herauszufinden, welcher Mehrwert durch die Nutzung dieses Potenzials entsteht und wie dies immer wieder besser gelingen kann, ist Ziel beim Einsatz dieser Methode.
Zur Einstimmung wird eine Geschichte erzählt, die die Workshop-Leitenden vorbereitet mitbringen. Diese handelt von einem Schiff und seiner Crew, ein Ort, an dem die Teammitglieder zwingend aufeinander angewiesen sind. Jede und jeder bringt eigene Kompetenzen ein, alle verfolgen ein gemeinsames Ziel und niemand kann sich entziehen. Es ist ein Umfeld, in dem Zusammenarbeit unverzichtbar ist, in dem man sich nicht aus dem Weg gehen kann und nur gemeinsam vorankommt. Eine solche Geschichte kann z.B. wie folgt lauten: „Mir fällt ein Ort ein, an dem der Wind weht, die Möwen kreischen, wir vom Wasser umgeben sind, kein Horizont in Sichtweite ist. Wir sind mit unserem Team auf einem Schiff. Es ist ein stolzes Schiff, aus massivem Holz gebaut, stabil und sturmerprobt. Es liegt gut im Wasser und verfügt über alles, was wir zur Erreichung unserer Ziele brauchen. Das Wichtigste aber ist die Crew dieses Schiffes. Diese Crew sind wir. Diese Crew ist unser Team. Und durch seine Teammitglieder haben wir alle Kompetenzen, die es braucht, um das Schiff gut zu fahren. Wir haben die Kollegen, die dafür sorgen, dass wir immer genug Nachschub von allem bekommen, was wir auf unserer Fahrt benötigen: Verpflegung, Material, Energie, Navigationsdaten. Es gibt die Kollegen, die mit ihrem technischen Verstand dafür sorgen, dass alle Maschinen immer funktionieren. Die, die dafür sorgen, dass wir immer alle Informationen haben, die wir für unsere Fahrt brauchen, wie z.B. die aktuellen Wetterdaten oder Strömungs- und Gezeiteninformationen. Es gibt die, die sich darum kümmern, dass alles an Ort und Stelle ist, Ordnung herrscht und wir den begrenzten Raum auf unserem Schiff gut nutzen. Wir alle haben verschiedene Kompetenzen, Stärken und Begabungen, die wir zur Erreichung unserer Ziele brauchen.