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Serie Seminarbausteine

Die Sumpfüberquerung

Jetzt wird es eng: Diese körperliche Erfahrung machen die Teilnehmer bei der Intervention 'Sumpfüberquerung'. Auf schmalen Tritthilfen müssen sie einen Morast bezwingen – und später verschiedene Strategien vergleichen.
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Wie kommt ein Team schneller zum Ziel: Wenn es eine Führungskraft bestimmt, die Strategie und Aufgabenverteilung festlegt, oder wenn die Gruppe sich selbst organisiert? Eine Antwort auf diese Frage verspricht die Trainingsintervention 'Sumpfüberquerung'. Die Gruppe muss einen imaginären Morast überqueren und dabei selbst ausprobieren, mit welcher Strategie sie besser zurechtkommt.

Die Übung kann in beliebigen Settings eingesetzt werden, etwa als Entwicklungsmaßnahme für junge Führungskräfte, als Teamentwicklungsmaßnahme oder als Intervention im Rahmen von Change-Prozessen. Die 'Sumpfüberquerung' eignet sich für eine Gruppengröße von zehn bis 30 Teilnehmern, der Trainer sollte mindestes 90 Minuten dafür einplanen.

Im ersten Schritt werden zwei gleich große Gruppen gebildet, die aus mindestens fünf, maximal zwölf Teilnehmern bestehen sollten. Zusätzlich können Teilnehmer als außen stehende, neutrale Beobachter bestimmt werden. Dann erklärt der Trainer die Aufgabe: 'Sie stehen vor einem großen und gefährlichen Sumpf, den Sie als Gruppe überqueren müssen. Sie können nicht um den Sumpf herumgehen, weil er von einem dichten und gefährlichen Regenwald umgeben ist. Und Sie müssen wirklich gut aufpassen, denn wenn ein Mitglied Ihres Teams ins Nasse fällt, hat das ganze Team verloren und muss wieder von vorne anfangen.'
 
Das imaginäre Moor ist eine abgegrenzte Fläche auf dem Boden, die der Trainer mit Seilen markieren kann. Als Tritthilfen dienen Teppichfliesen oder Pappen mit einer Größe von 40 auf 40 Zentimetern. Je nach Gruppengröße und Zeit legt der Trainer im Vorfeld acht bis zehn Quadrate in einem anspruchsvollen Muster im Sumpf aus. Allerdings – das ist die Herausforderung – werden die Quadrate in einem Abstand gelegt, der länger ist als die normale Trittlänge. Die Teilnehmer müssen also springen, sich gegenseitig abstoßen und auffangen.


Das vorgestellte Tool wird ausführlich beschrieben in: Anja Leao/Heidrun Sass-Schrieber: EQ-Tools. Die 42 besten Führungswerkzeuge zur Entwicklung von Emotionaler Intelligenz. managerSeminare, Bonn 2011, 49,90 Euro.

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Autor(en): Heidrun Sass-Schreiber, Graham Pratt
Quelle: Training aktuell 07/13, Juli 2013, Seite 26-28
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