Inspiration

Serie Seminarbausteine

Das Mühle-Veränderungsspiel

Eine Variante des Mühlespiels stellt die Schweizer Trainerin Verena Müggler Bühl im aktuellen Teil unserer Serie Seminarbausteine vor. Das Spiel macht für die Beteiligten Veränderungsprozesse erlebbar und gibt Impulse für zukünftige Erfolgsstrategien.
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Grundlage dieses Seminarspiels ist das klassische Mühlespiel – auf Schweizerdeutsch 'Nüni-Stei'. Statt mit neun wird es allerdings nur mit sechs Spielfiguren gespielt, daher auch der Name 'Sächsi-Stei'. Im Seminarkontext ist das Ziel des Spiels, die Orientierung in einem neuen Umfeld zu erleichtern. Außerdem lassen sich mit ihm Erfolgsstrategien ausarbeiten und anpassen. Zentrales Anliegen ist dabei, die Übersicht über das Geschehen zu behalten. Das Spiel eignet sich außerdem dazu, verschiedene Phasen der Teamentwicklung deutlich zu machen. Dabei stehen nicht nur der Umgang und die Kommunikation untereinander im Fokus, sondern auch die Folgen einer fremdbestimmten Teamzusammensetzung. Das Mühle-Veränderungsspiel kann aber auch in längeren Führungs- oder Kommunikationstrainings eingesetzt werden.

Grundsätzlich gelten beim Veränderungsspiel die Regeln des klassischen Mühlespiels – wobei hier Menschen statt Spielsteine verwendet werden. Das Spielfeld kann im Freien mit Schnüren, Steinen, Nägeln oder Zeltheringen abgesteckt werden. Soll das Spiel in einem Raum stattfinden, eignet sich für die Markierung am besten Klebeband. Zur Vorbereitung ist außerdem notwendig, dass eines von zwei Teams durch Mützen, Schals oder ähnliche Accessoires kenntlich gemacht wird und dadurch leicht vom anderen zu unterscheiden ist. Falls nicht alle Teilnehmer die Regeln des Mühlespiels kennen, müssen diese im Vorfeld kurz erklärt werden. Eine zusätzliche wichtige Regel dieser Variante: Der Zug gilt, sobald sich ein Spieler von seinem Feld wegbewegt. Das Spiel nimmt mindestens eine Stunde, im Idealfall aber etwas mehr Zeit in Anspruch.

Am Mühle-Veränderungsspiel können pro Spielleiter zwischen 14 und 20 Personen teilnehmen. Die Teilnehmer setzen sich zusammen aus:
  • zwei Mannschaften mit jeweils sechs Mitgliedern,
  • zwei Beobachtern, die den Ablauf im Blick behalten und bei der Besprechung Feedback geben,
  • zwei Coachs, die den Gruppen Aufgaben stellen,
  • einem Spielleiter, der die Befehle gibt und als Schiedsrichter fungiert.


Das Spiel - mit Anleitung zur Anwendung im Training - stammt aus dem Buch 'Spielbar Swiss Edition. 49 Schweizer Trainer präsentieren 62 Top-Spiele aus ihrer Seminarpraxis' Bestell-Link

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Autor(en): Verena Müggler Bühl
Quelle: Training aktuell 08/12, August 2012, Seite 22-24
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