Inspiration

Serie: Coachingtools

Die Raum- und Zeitreise

Probleme wegzaubern können Coachs nicht. Doch sie können ein kleines Wundermittel einsetzen, um übermächtige Probleme innerhalb kürzester Zeit winzig klein zu schrumpfen: die Dissoziierung. Coachingtools-Autor Martin Wehrle erklärt, wie sie funktioniert.
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Mancher Klient würde sich am liebsten im Handumdrehen mit einem Zauberstab aus dem Sumpf seines Problems befreien. Im Coaching gibt es einen solchen Zauberstab tatsächlich: die Dissoziierung. Ein Coach kann seinen Klienten durch Fragen in einen anderen Raum oder eine andere Zeit versetzen – und so eine Distanz zu dem Problem schaffen, die ihm hilft, es realistisch einzuordnen und zu lösen. Durch seine Intervention mindert der Coach den Problemdruck: Er lässt das Problem mit dem wachsenden Abstand des Betrachters schrumpfen. So ermöglicht er effektives Denken und versetzt den Klienten in die Lage, unkonventionelle Ziele und Lösungen zu entwicklen.

Die Alltagsübung für den Coach: Der Dichter Eugen Roth schrieb: 'Ein Mensch schaut auf die Zeit zurück / und sieht: Sein Unglück war sein Glück.' Welche Situation Ihres Lebens fällt Ihnen ein, die Sie zunächst als Riesenproblem sahen, nachträglich aber als harmlos oder gar als Glücksfall empfanden? Wie erklären Sie sich, dass Ihnen – aus der Froschperspektive der Gegenwart – das Problem so übermächtig erschien? Welche negativen Fantasien, welche Stressgedanken haben Sie bei Ihrem Handeln (oder Verharren) geleitet? Nehmen Sie an, Sie hätten sich damals um einige Jahre in die Zukunft zaubern können – wie genau hätte sich Ihr Problem, aus der Distanz betrachtet, verändert? Welche Ratschläge hätten Sie sich selbst gegeben?

Wie können Sie nun diese zeit­liche Distanz, die offenbar den Blick schärft, spielerisch in Ihren Coachings herstellen?



Die Übung entstammt dem Buch 'Die 100 besten Coaching-Übungen' von Martin Wehrle, das TA-Abonnenten zum Sonderpreis von 39,90 Euro beziehen können. Alle Titel der Edition Training aktuell: Edition TA

Autor(en): Martin Wehrle
Quelle: Training aktuell 03/12, März 2012, Seite 32-33
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