Interaktion

Rollenspiele im Seminar

Proben für den Ernstfall

Rollenspiele? Nein, danke! – Diese Reaktion von Teilnehmern kennt sicherlich jeder Trainer. Dabei eignen sich Rollenspiele exzellent, um neue Verhaltensweisen etwa in Konfliktsituationen, Verhandlungen oder Personalgesprächen auszuprobieren. Christina Wauschkies zeigt, wie Trainer Argumenten gegen das Rollenspiel begegnen können.
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Um neues Wissen oder Strategien praktisch umzusetzen und zu trainieren, sind Rollenspiele besonders gut geeignet. Trainer wissen aus dem Seminaralltag, wie wertvoll dabei vor allem der Einsatz von Videokameras ist, um im Anschluss gemeinsam mit der Gruppe oder dem Teilnehmer einzelne Aspekte genauer unter die Lupe zu nehmen. Verhaltensweisen, Mimik, Gestik und vor allem die Entwicklung eines Gesprächs auf einen Punkt hin – oder davon weg – lassen sich mit dem objektiven Auge der Kamera am besten verfolgen.

Aus Teilnehmersicht gibt es jedoch oft Einwände gegen das Rollenspiel als Methode. Der Trainer sollte wertschätzend mit den Bedenken umgehen, weil sie zeigen, dass die Teilnehmer unsicher sind und ihren eigenen Vorteil in der Durchführung eines Rollenspiels noch nicht sehen können. Manches lässt sich bei der Vorstellung der Methode Rollenspiel thematisieren, anderes eignet sich besser für ein Gespräch unter vier Augen, also direkt vor oder nach dem Rollenspiel. Bei allem gilt: Ein Rollenspiel darf allen Beteiligten Spaß machen. Eine gewisse Leichtigkeit, ein Augenzwinkern, die der Trainer bei seiner Argumentation ausstrahlen sollte, helfen den Teilnehmern mehr als jede noch so starke Einwandbehandlung.

Grundsätzlich lassen sich die Bedenken in zwei Kategorien einteilen: Zum einen die vermutete fehlende Vergleichbarkeit des Rollenspiels mit dem Berufsalltag, zum anderen Unklarheiten bezüglich der Methode selbst und daraus entstehende Sorgen.

Extra:
  • Infokasten: Vorteile von Rollenspielen
Autor(en): Christina Wauschkies
Quelle: Training aktuell 08/14, August 2014, Seite 42-44
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