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Qualitätssiegel Gutes Lernen will die Spreu vom Weizen trennen

Dem Verbraucher mehr Transparenz im Bildungsmarkt zu bieten, hat sich der gemeinnützige Arbeitskreis Qualitätssiegel Gutes Lernen zum Ziel gesetzt. In einer fünfjährigen Entwicklungszeit haben die Initiatoren des Qualitätszeichens in Zusammenarbeit mit Prof. Lutz von Rosenstiel, Inhaber des Lehrstuhls für Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Qualitätsstandards erarbeitet, die jetzt die Basis für die Vergabe des Siegels bilden.
'Unsere Prüfkriterien orientieren sich stark am Verbraucherwillen', erklärt Frank Wiedenmann, einer der Initiatoren des Arbeitskreises, den Ansatz der Qualitätsprüfung und weist damit gleichzeitig auf einen Unterschied zur Zertifizierung nach der ISO-Norm hin. Ergo: Nicht die Qualität der Mitarbeiterführung oder des Arbeitsplatzes wird überprüft, sondern die Qualifikation der Lehrer und Trainer, die Qualität und Aktualität der Lerninhalte sowie die Vertragsmodalitäten.
Nachdem 'qualitätswillige' Bildungsträger schriftlich einen Fragenkatalog zu den Qualitäten ihres Hauses beantwortet haben, überpüft ein Revisor vor Ort die Richtigkeit der Angaben. Dieser unangekündigte Besuch wiederholt sich jährlich. Wenn alles seine Ordnung hat bzw. festgestellte Mängel behoben worden sind, wird das Siegel Gutes Lernen - ein Abzeichen in Form eines roten Q - vergeben. Dieses läßt sich natürlich auch als Marketinginstrument nutzen. Momentan können sich nach Angaben von Wiedenmann circa 40 Bildungseinrichtungen mit diesem Zeichen schmücken.
Damit Weiterbildungsnachfrager schließlich auch von den qualitätsüberprüften Bildungsträgern erfahren, gibt der Arbeitskreis einen Leitfaden namens 'Wege zum Erfolg' heraus. Dieser listet - nach Postleitzahlen sortiert - die überprüften Bildungseinrichtungen. Erhältlich ist die Broschüre kostenlos in Arbeitsämtern, in städtischen Büchereien oder direkt beim Arbeitskreis Qualitätssiegel Gutes Lernen.
Autor(en): (nbu)
Quelle: Training aktuell 12/97, Dezember 1997
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