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Beitrag von Steffen Wetzel aus Training aktuell 03/26, März 2026
Wer heute im Weiterbildungs- und Beratungsmarkt präsent sein will, kommt an LinkedIn kaum vorbei. Das gilt besonders für Coachs, Trainer und Beraterinnen, denn ihre Leistungen lassen sich nicht einfach anfassen, vergleichen oder gar standardisieren. Qualität entsteht hier in einem Zusammenspiel aus Fachlichkeit, Haltung und Beziehung. Doch wie lassen sich diese weichen Faktoren in einen digitalen Raum übersetzen?
Die Antwort liegt weniger in der reinen Sichtbarkeit als in der Art der Interaktion: LinkedIn sollte nicht als statische Werbetafel fungieren. Sinnvoller ist es, die Plattform als internationale Businessmesse zu begreifen, die niemals schließt. Menschen bewegen sich dort durch Themen, vernetzen sich mit relevanten Personen (Zielkunden, Partnern, Marktbegleitern), bleiben bei einzelnen Profilen stehen, verfolgen Diskussionen – oder gehen weiter. Wahrgenommen werden vor allem jene, die über längere Zeit hinweg Orientierung bieten. Oft entsteht dieser Eindruck lange, bevor es zu einem ersten Gespräch kommt.
In der Praxis wird LinkedIn häufig als Megafon missverstanden. Wer jedoch ausschließlich auf möglichst hohe Reichweite setzt, erzeugt oft lediglich „statistisches Rauschen“. Sichtbarkeit ist notwendig, um gefunden zu werden – die falsche Art von Sichtbarkeit bindet jedoch Zeit und Aufmerksamkeit, ohne geschäftlich relevant zu werden.