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Erfolgreicher wirtschaften
Erfolgreicher wirtschaften

Profit zuerst!

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer – auch in der Weiterbildungsbranche – haben eine starke emotionale Bindung zu ihrer Firma, manche betrachten sie gar als ihr „Baby“. Folge davon: Sie opfern sich für ihr Unternehmen auf, ohne einen angemessenen Gegenwert herauszuholen. Davor warnt Unternehmensberater Philip Semmelroth. Er rät zu einer Exitstrategie, um die nötige emotionale Distanz zu schaffen und so von Anfang an profitabel zu wirtschaften.

Ein weit verbreiteter Irrglaube besteht darin, das eigene Unternehmen als sein „Baby“ zu betrachten. Auch wenn Sie diesen Begriff selbst so nicht verwenden würden, ahnen Sie vermutlich, was ich meine: eine Haltung zur Firma, die eher von sentimentaler Anhänglichkeit geprägt ist als von nüchterner Rationalität. Eine solche Einstellung ist absolut schädlich. Sie führt aus einer Vielzahl von Gründen dazu, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer für ihr „Firmenbaby“ aufopfern, ohne auch nur annähernd für ihre Mühen entschädigt zu werden. Nicht alle diese Gründe werden auf Sie zutreffen. Doch vielleicht fragen Sie sich bei der Lektüre der folgenden Punkte, ob Sie auch schon in eine dieser Fallen getappt sind:

Falle 1: „Leidenschaft“ als Gründungsmotivation

Bei der Entstehung eines Babys ist normalerweise Leidenschaft im Spiel – und das ist auch gut so. Gründet sich aber die Entstehung eines Unternehmens primär auf Leidenschaft, so ist das fragwürdig. „Leidenschaft“ nehmen Gründerinnen und Gründer für sich in Anspruch, die ihr Hobby zum Beruf machen. Sie allein reicht jedoch nicht für den Unternehmenserfolg. All Ihre Leidenschaft fürs Grillen wird Ihnen etwa nicht zum Erfolg verhelfen, wenn Sie in Ihrer Heimatstadt ein Steakhouse aufmachen und es dort schon zwei Filialen bekannter Restaurantketten gibt. Erfolgreiche Unternehmen entstehen nicht aus einer persönlichen Passion heraus, sondern weil man wiederholt beobachtet hat, dass Menschen mit einem Problem kämpfen, für das man eine attraktive Lösung bieten kann. Je attraktiver die Lösung, desto profitabler das Unternehmen (jedenfalls, wenn es durchdacht geführt wird).

Fatalerweise gibt es aber in unserer Gesellschaft reflexartig Applaus, wenn jemand bekennt, er oder sie sei der eigenen Leidenschaft gefolgt und mit Herzblut bei der Sache. Dieser Applaus kommt oft von Menschen, die vom Business keine Ahnung haben und vielleicht heimlich selbst davon träumen, sich mit einer Online-Marketing-Agentur oder einem Friseursalon selbstständig zu machen, nur, weil sie selbst gern Landingpages bauen oder schon als Teenager andere frisiert haben. Aber Applaus bezahlt keine Rechnungen, und gute Laune können Sie nicht zur Bank bringen.

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