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Beitrag von Carmen Ulrich aus Training aktuell 08/25, August 2025
Vielfalt kann zwar manchmal unbequem sein, ist aber wichtig. Sie kann zu besseren Teamleistungen führen, Kreativität und Innovation fördern und Teams krisenfester machen. Voraussetzung dafür ist, dass alle Mitglieder mit ihren Expertisen gesehen und einbezogen – kurz: wertgeschätzt – werden. Wertschätzung ist jedoch mehr als nur eine allgemeine positive Haltung gegenüber den anderen. Denn bei Wertschätzung geht es um Werte. Sie bilden die Grundlage unseres Denkens und Handelns und begründen unser Selbstverständnis.
Wertschätzung ist mehr als nur eine allgemeine positive Haltung gegenüber den anderen. Denn bei Wertschätzung geht es um Werte. Sie bilden die Grundlage unseres Denkens und Handelns und begründen unser Selbstverständnis.
Werden die persönlichen Werte einzelner Teammitglieder nicht akzeptiert, kann sich bei diesen ein Gefühl des Ausgeschlossenseins oder der Unzugehörigkeit entwickeln. Zudem entsteht eine Atmosphäre des Misstrauens. Das kann negative Folgen haben und beispielsweise zu Konflikten im Team oder langfristig sogar zu einem Burnout der Beteiligten führen. Wenn es im Coaching oder Training von (multikulturellen) Teams also darum geht, das Wohlbefinden der Klientinnen und Klienten zu verbessern oder Unstimmigkeiten aufzulösen, kann es sinnvoll sein, an der gegenseitigen Wertschätzung zu arbeiten.
Dazu werden die Werte der Teammitglieder genauer betrachtet. Ein Grund dafür, dass Standpunkte, Meinungen und Verhaltensweisen nicht akzeptiert werden, mag darin liegen, dass die zugrunde liegenden Werte als unvereinbar wahrgenommen werden. Da trifft zum Beispiel Gewissenhaftigkeit auf Veränderungsbereitschaft, Zuverlässigkeit kollidiert mit Flexibilität, Verantwortung widerspricht dem Hang nach Freiheit, und die Bereitschaft, Opfer zu bringen, vernachlässigt die Work-Health-Balance. Jeder dieser acht Werte ist unverzichtbar und zugleich ergänzungsbedürftig.