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TÜV-geprüft führen

Wer kennt sie nicht – die alte, längst nicht abgeschlossene Debatte, ob Führung lern- und Führungskompetenz messbar ist? Die Personenzertifizierungsstelle PersCert TÜV des TÜV Rheinland hat sich davon nicht abschrecken lassen und einen eigenen Vorstoß in Sachen Standardisierung von Führungskompetenz gewagt: ein Zertifizierungsprogramm namens „Leadership Professional (TÜV)“, das zu einer Art „Führerschein für Führungskräfte“ führen soll (bit.ly/4cn09Yu).

Der TÜV prüft nicht nur Autos, sondern auch (Führungs-)Personen.

iStock.com/Stadtratte

In drei Jahren Entwicklungsarbeit wurde ein Kompetenzrahmen erarbeitet, der die Felder Organisations-, Mitarbeiter- und Selbstführung umfasst und ein breites Spektrum an Fähigkeiten abdecken will – vom Erkennen von Wechselwirkungen im Unternehmen über das Verständnis für Teamdynamiken bis hin zum Bewusstsein für die Auswirkungen des eigenen Verhaltens. Vermittelt werden soll all das über Partnerunternehmen des TÜV, die dafür ihrerseits zuvor den Nachweis erbringen müssen, dass ihre Inhalte auf den Rahmenlehrplan einzahlen. Führungskräfte, die sich zertifizieren lassen wollen, müssen als Voraussetzung zusätzlich zur Fortbildung eine Berufsausbildung und ein Jahr Berufserfahrung nachweisen.

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Überprüft wird der Lernerfolg angesichts der doch recht ehrgeizigen Lernziele in überschaubarem Rahmen: in Form einer je 60 minütigen schriftlichen und mündlichen Prüfung mit Multiple-Choice- und offenen Fragen, Fallpräsentation und Rollenspiel. Letztlich erhofft man sich so, in einem fragmentierten Markt einen branchenübergreifenden Standard zu etablieren, der „Brücken zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Trainingsanbietern baut“, drückt es TÜV-Produktmanager Thomas Schmidt aus. Dass ein Führungszertifikat allerdings noch nichts über tatsächliche Führungskompetenz on the Job aussagen muss, ist auch Schmidt bewusst. Seine Argumentation: Auch ein Führerschein belege nur grundsätzliche Fähigkeiten, nicht jedoch das tatsächliche Verhalten im Straßenverkehr.

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