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Übersicht Ansprechpartner... der obersten Führungspositionen sind von Frauen besetzt. Das ist das Hauptergebnis einer Langzeitstudie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), für die jährlich rund 15.000 Betriebe aller Größen und Wirtschaftszweige befragt werden. Damit scheint das Ziel der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, das mittlerweile vor mehr als 30 Jahren als politischer Handlungsauftrag im Grundgesetz verankert wurde, zumindest im Arbeitsleben immer noch in weiter Ferne – und das, obwohl Frauen laut Studie im Schnitt besser ausgebildet sind und in vielen Bereichen sogar über höhere Qualifikationen verfügen. Doch während der „Gender Leadership Gap“ auf der obersten Führungsebene frappierend ist, sieht es auf der zweiten Führungsebene schon anders aus: Dort sind laut Studie …
… der Führungskräfte Frauen. In Bereichs- und Abteilungsleitungspositionen erreichen sie so schon fast den Anteil, der ihrem Anteil an der arbeitenden Gesamtbevölkerung (45 Prozent) entspricht. Als Schlüssel, um den Gender Leadership Gap auch auf der obersten Ebene zu schließen, zeichnet sich in den Ergebnissen die bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ab. Laut Studie spricht einiges dafür, dass dieser Schlüssel zunehmend greift. Denn betriebliche Rahmenbedingungen, die diese Vereinbarkeit erleichtern, werden demnach zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung weiblicher Fachkräfte in einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt. Und gerade im Angesicht des Fach- und Führungskräftemangels könnten Unternehmen es sich schlichtweg nicht (mehr) leisten, das Potenzial gut ausgebildeter und hoch qualifizierter Frauen nicht zu nutzen.
Beitrag von Sophie Dériaz aus managerSeminare 338, Mai 2026