Management

Wellness

Unternehmen in Top-Form!

Die Wohlstandsgesellschaft ist in der Krise: Jährlich entstehen allein 90 Milliarden Mark Verluste durch Arbeitsunfähigkeit. Ein Sechstel der sozialen Aufwendungen für Gesundheit tragen die Unternehmen. Dabei haben die Amerikaner längst bewiesen, wie man über den betrieblichen Gesundheitsschutz hinaus durch 'Verwöhnen der Mitarbeiter' sogar Dollars verdienen kann. Die Rede ist von Wellness.
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Massage 40 Mark, Saunabesuch 25 Mark, die Beauty-Session für 100 Mark - gesünder und besser zu leben, hat eben seinen Preis. Selbst frische Luft gibt es nicht mehr umsonst. In einem Aachener Kaufhaus kostet die Minute frische Luft an der 'Oxygenia-Bar' eine Mark. Mit einer 'Sauerstoff-Intensiv-Kur' soll den Körperzellen mehr sauerstoffreiches Blut zugeführt und somit die körperliche und geistige Fitness gesteigert werden. Lungenärzte bezweifeln zwar den gesundheitlichen Nutzen, doch es gibt genügend Neugierige, die sich von der neuen Wellness-Droge betören lassen wollen.

Wellness ist das willkommene Verpackungsmittel für die Werber der 90er Jahre: Allein im Internet finden sich mehr als 40.000 Stichwort-Einträge. Der ursprüngliche Begriff ist inzwischen verwässert und wird oft ad absurdum geführt, wenn z.B. bereits Mineralwasser-Hersteller damit für ihr Produkt werben.

Der Begriff Wellness kommt aus den USA und meint das ganzheitliche Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele - entsprechend dem antiken Ideal, nach dem nur in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohnen kann. Ziel ist eine gesunde Lebensweise, um vor allem sogenannten Zivilisationserkrankungen vorzubeugen. Diese führen schließlich zu rund 80 Prozent aller Todesfälle. In zahlreichen Studien, so der Deutsche Wellness-Verband, Düsseldorf, sei bereits in den 50er Jahren auf den engen Zusammenhang zwischen der (ungesunden) Lebensweise und dem Sterberisiko hingewiesen worden…
Autor(en): Jürgen Spreemann, Nicole Bußmann, Andrea Bittelmeyer
Quelle: managerSeminare 35, März 1999, Seite 38-48
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