Management

Weiterbildungscontrolling

Vom Nutzen des Trainings

Auf nahezu jedem Kongress wird momentan darüber gesprochen: Wie wirksam ist Weiterbildung, wie stark kann sie dazu beitragen, die Gewinnsituation eines Unternehmens zu verbessern? Die Antworten fallen meist unbefriedigend aus - über Evaluation wird nach wie vor mehr geredet, als dass sie praktiziert wird. Ein Bericht über Ansätze zum Thema Weiterbildungscontrolling: Was können Unternehmen tun, um Weiterbildung in eine Controlling-Struktur einzubetten?
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“Diese Maschine macht uns produktiver”, sagt der Geschäftsführer. Er kauft das Gerät und lässt es in seiner Fabrik aufstellen. Fortan können die Mitarbeiter des Werks schneller produzieren: Statt zehn schaffen sie zwölf Teile in der Stunde. Eine gelungene Investition, der Controller freut sich: Die Produktivität steigt um 20 Prozent. Damit können nicht nur die Kosten der Anschaffung zurückverdient werden, auch der Gewinn steigt durch Mehrverkäufe.

Wie ein Controller zu rechnen versuchen inzwischen auch die Verantwortlichen für Weiterbildung: Auch hier wird nach Wegen gesucht, den Geldwert von Trainings nachzuweisen. “Unternehmen fragen inzwischen häufig, was genau Training bringt”, berichtet Barbara Gülpen von Flow Management Concept, einer Personalberatung in Dreieich bei Frankfurt, die Evaluation zu einem ihrer Spezialgebiete gemacht hat. Ihre Beobachtung: Offene Seminare werden immer teurer. Der Nutzen solcher Investitionen in Weiterbildung bleibe aber nicht selten diffus.

Einen Aufschwung erfährt Controlling in der Weiterbildung nicht zuletzt durch die Rezession: “Personalabteilungen stehen unter dem Druck der Betriebswirtschaft”, sagt Lutz Siebert, bei der Fraport AG verantwortlich für Führungskräfte- und Organisationsentwicklung. Budgets für Weiterbildung werden nicht mehr, wie in den fetten Jahren, einfach zugeteilt. Die Geschäftsführung will wissen, was ein Weiterbildungs-Euro für einen Return on Investment schafft. Überdies stehen die PE-Abteilungen nicht selten unter Sparzwängen: “Im innerbetrieblichen Verteilungskampf müssen Personaler den Aufwand, den sie betreiben, rechtfertigen können - sonst werden die Mittel ganz schnell gestrichen”, schildert Personalberaterin Gülpen ihre Beobachtung.

Deshalb sind Nachweise gefragt: Sie sollen den Wertbeitrag von Kursen, Seminaren und Trainings belegen. Viele Unternehmen sind in dieser Hinsicht bereits aktiv. managerSeminare zeigt, welche Maßnahmen sich für ein Weiterbildungscontrolling eignen.

Extras:
  • Info-Kasten: Weiterbildungserfolg in Zahlen: Das Vier-Ebenen-Modell nach Donald Kirkpatrick.
  • Fallbeispiel: Wie Siemens Building Technologies SBT den Nutzen von Weiterbildung nachweist.
Autor(en): Axel Gloger
Quelle: managerSeminare 73, Februar 2004, Seite 18-26
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