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Unternehmensstudie

Kritik- statt Konfliktkultur

Inkonsequent. So erleben über 60 Prozent der Deutschen, Österreicher und Schweizer ihren Chef – dauernd oder zumindest immer wieder. Das geht aus einer aktuellen Studie der ComTeam AG unter 548 Führungskräften und Mitarbeitern hervor. Das Beratungs- und Trainingsunternehmen aus Gmund am Tegernsee ist in seiner Untersuchung der Frage nachgegangen, wie es um die Firmenkultur in den Betrieben bestellt ist. Abgefragt wurden neun Kulturfelder, die aus Sicht der Berater relevant sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.

Aus der Umfrage ergab sich, dass das Feld Führung als das von den Befragten wichtigste Kulturfeld eingeschätzt wird, gefolgt vom Umgang mit Anerkennung und Kritik. Auch um dieses Feld ist es laut Studie nicht optimal bestellt. Nur ein gutes Drittel der Befragten kommt nach eigenem Empfinden häufig in den Genuss von Anerkennung und Lob, ein weiteres Drittel ab und an, der Rest selten bis sehr selten. 'Die Menschen verhungern an positiver Anerkennung', drückt es Lorenz Forchhammer, Partner und Vorstand der ComTeam AG aus.

Kritik und Tadel werden dagegen großzügiger verteilt. An negativem Feedback nicht zu sparen, heißt aber offenbar nicht, den Willen zu haben, Probleme im Unternehmen mutig anzupacken. Das Gros der Befragten bemängelt nämlich auch die Konfliktkultur in der eigenen Firma: Fast 60 Prozent halten diese für 'etwas zu schwach', über 20 Prozent sogar für 'viel zu schwach' ausgeprägt. Statt Anliegen auf den Tisch zu bringen, scheint vieles unter den Teppich gekehrt, ausgesessen und umgangen zu werden. Hier schließt sich offenbar der Kreis zur inkonsequenten Führung.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 186, September 2013
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