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Beitrag von Laura Bornmann aus managerSeminare 337, April 2026
Viele Führungskräfte kennen ihre Teammitglieder nur oberflächlich – sie wissen, wer gewissenhaft und genau arbeitet, wer manchmal einen kleinen Anschub braucht, aber nicht, was die Menschen wirklich bewegt, antreibt oder beschäftigt. So können keine echten Verbindungen entstehen. Um mehr zu erfahren, braucht es „echtes“ Interesse an Menschen. Dieses vorausgesetzt, kann „echtes“ Kennenlernen methodisch unterstützt werden.
Der Hack: Erstelle für jedes Teammitglied eine digitale oder physische Persönlichkeitskarte mit Kategorien. Etwa: Familie, Hobbys, Lieblingsverein, Lieblingsserie, Karriereziele, Herausforderungen im Job, Herausforderungen im Privaten, Stärken und Motivatoren. Nutze Gespräche, um die Karten kontinuierlich zu ergänzen und zu aktualisieren. Wichtig: Respektiere dabei Grenzen – nicht jede Person teilt gerne persönliche Details. Du wirst merken: Das Befüllen und Up-to-date-Halten der Karten macht Spaß. Zudem wird dein Interesse an den anderen Teammitgliedern automatisch (weiter) wachsen. Interesse ist nämlich nicht nur Voraussetzung dafür, dass wir uns mit einer Person oder einer Sache beschäftigen. Andersherum steigert es auch unser Interesse, wenn wir uns mit einer Person oder Sache beschäftigen und mehr über sie erfahren.
Der Arbeitsalltag vieler Teams ist so dicht getaktet, dass zwischen Meetings kaum Raum für persönlichen, ungezwungenen Austausch bleibt. Dabei entstehen die besten Verbindungen und ehrlichsten Gespräche oft in ungezwungener Atmosphäre außerhalb des Büros.