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Beitrag von Dorette Lochner und Sybille Kuwert aus managerSeminare 330, September 2025
Das Konzept „Pogofähigkeit“ zielt auf emotionale Robustheit in der Debattenkultur. Es stammt von der Kybernetikerin Gitta Peyn und wurde 2024 von ihr publiziert.
Kerngedanke: Wenn die Beteiligten mit engagierter Aggressivität in der Sache vorgehen, weniger Empfindlichkeit zeigen und sich nicht immer gleich verletzt fühlen, können sie sich gedanklich voran- und zu guten Lösungen treiben. Dafür steht die Metapher vom Pogo-Tanz: In einer gemeinsamen Performance nimmt sich jede Person Raum und ist gegenüber unbeabsichtigten Rempeleien tolerant. Wer fällt, dem wird auf die Beine geholfen. Statt den Fokus auf wertschätzende Kommunikationsregeln zu verengen, leuchten die Beteiligten mit ungetrübtem Blick die Sachebene aus.
Anwendungsbereich: Pogo eignet sich, wenn Führungskräfte und Teams ko-kreativ werden möchten, weil alte Lösungsmuster für komplexe Fragen nicht greifen. Soll dagegen ein bekanntes Problem mit bewährter Expertise gelöst werden, ist es oft sinnvoller, einer einzelnen Person die Führung zu überlassen und sich einzureihen wie bei einer Polonaise (letzterer Begriff stammt von Lochner/Kuwert, nicht von Peyn, Anm. d. Red.).