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Beitrag aus managerSeminare 337, April 2026
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Testgelesen von Helene Einramhof-Florian
In ihrem Buch „Viele Generationen, ein Team – Gemeinsam stark im Job mit KI“ widmet sich Rosemarie Thiedmann einer zentralen Frage der modernen Arbeitsorganisation: Wie kann eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Generationen in einem von Künstlicher Intelligenz (KI) geprägten Umfeld gelingen? Thiedmann versteht KI dabei nicht primär als IT-Anwendung, sondern als sozialen Katalysator, der bestehende Unterschiede sichtbar macht und zugleich neue Formen der Kooperation ermöglicht. Mit ihrem Buch möchte sie einen praxisnahen Leitfaden vorlegen, der Berührungsängste abbauen und eine neue Diskussionskultur anstoßen soll. Zentrale Erkenntnis ist, dass KI-Wissen („Hard Skills”) der Jüngeren und die Kontext-Erfahrung („Soft Skills”) der Älteren erst in der Kombination ihr volles Potenzial entfalten. Das Buch ist anwendungsorientiert gestaltet. Thiedmann integriert konkrete Übungen und Reflexionsfragen, um den Transfer in den Arbeitsalltag zu erleichtern. Sie beschreibt unter anderem einen Prompting Workshop, in dem Teams gemeinsam lernen, KI-Tools präzise zu steuern und ihre Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Mit den sogenannten Generationen-Checks stellt sie ein Instrument vor, das unterschiedliche Wertehaltungen und Erwartungen im Team sichtbar macht. Ein weiteres Praxisbeispiel widmet sich dem KI-Ethik-Diskurs: Hier erarbeiten Teams gemeinsame Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI, um Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen zu stärken.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte von „Viele Generationen, ein Team“ ist hoch. Thiedmann verzichtet auf redundante Theorieexkurse und kommt zügig zum Kern: der Synergie von Mensch und Maschine. Die Leserinnen und Leser werden kompakt, aber ohne Informationslücken durch die Inhalte des Buches geführt. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das Cover-Design ist schlicht und funktional gestaltet. Durch großzügige Weißräume und eine gut lesbare Typografie wirkt das Layout aufgeräumt und übersichtlich. Infografiken und Tabellen strukturieren komplexe Zusammenhänge zum Thema „Künstliche Intelligenz” und erleichtern das Verständnis. Punkte: 3 von 4 |
| Gliederung | Die Gliederung folgt einer stringenten Logik und führt die Leserschaft von der Analyse der Generationenkonflikte hin zur praktischen KI-Anwendung. Dank präziser Zwischenüberschriften und eines detaillierten Inhaltsverzeichnisses ist das gezielte Lesen einzelner Kapitel problemlos möglich. Am Ende jedes Abschnitts bündeln zentrale Thesen die wichtigsten Aspekte und unterstützen so die Orientierung, auch mit Blick auf eine spätere Nutzung als Nachschlagewerk im Arbeitsalltag. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Thiedmann schreibt klar und verständlich, ohne in ein zu trockenes Fachchinesisch abzugleiten. Fachbegriffe werden nur dort verwendet, wo sie nötig sind, und stets verständlich hergeleitet oder durch Praxisbeispiele aus dem Arbeitsalltag veranschaulicht. Ein Glossar unterstützt zudem bei spezifischen KI-Termini. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Das Buch versteht sich als praxisorientierter Leitfaden für Führungskräfte, Personalentwicklerinnen und -entwickler sowie Coachs, die in oder mit altersgemischten Teams arbeiten und den digitalen Wandel strukturiert und zeitgemäß gestalten möchten. Spezifische Vorkenntnisse setzt es nicht voraus. Einsteigerinnen und Einsteiger finden einen fundierten Einstieg ins Thema, erfahrene Praktikerinnen und Praktiker erhalten weiterführende Impulse. |
| Relevanz | Das Buch rückt die soziale Komponente der KI-Revolution in den Fokus und trifft somit den Puls der Zeit. Die Verbindung von Generationenmanagement und konkreten Anwendungsbeispielen aus der KI-Praxis ist in dieser Form bislang selten zu finden und bietet eine fundierte Orientierung. Vor allem für Führungskräfte liefert die Publikation hilfreiche Impulse im Hinblick auf künftige Anforderungen und Entwicklungen. Punkte: 4 von 4 |
Testgelesen von Manuela Morelli
Mit dem Buch „Vielseitig desinteressiert & trotzdem voller Meinung“ reagiert die Jungunternehmerin Teresa Katz auf die zahlreichen negativen Schlagzeilen über die Gen Z, der nicht selten vorgeworfen wird, sie gefährde die deutsche Wirtschaft. Ohne den Anspruch wissenschaftlicher Fundierung versteht sich das Buch als persönlicher und praxisnaher Beitrag zum Generationendialog. Katz setzt dabei bewusst auf Humor, zugespitzte Anekdoten und Erfahrungen aus ihrem unternehmerischen Alltag. Das Buch gliedert sich in insgesamt 16 Kapitel. Zu Beginn skizziert die Autorin die prägenden Merkmale von der Gen Z bis zu den Babyboomern, kontrastiert Klischees und illustriert anhand konkreter Situationen aus dem Unternehmensalltag, wie unterschiedlich die verschiedenen Generationen kommunizieren. Im weiteren Verlauf verknüpft sie Generationenfragen mit dem Wandel des Arbeitsbegriffs, reflektiert die unterschiedlichen Vorstellungen der Generationen von New Work und beleuchtet die Spannungen in der Führung, die entstehen, wenn traditionelle Leitbilder auf neue Erwartungen treffen. Sinnsuche, Veränderungsbereitschaft und der Umgang mit Modernisierungsrhetorik erscheinen dabei als generationenübergreifende Themen mit unterschiedlichen Akzentsetzungen. Die abschließenden Kapitel widmen sich der Entstehung und Polarisierung von Meinungen, prüfen den Generationenkonflikt kritisch, skizzieren das persönliche Zukunftsbild der Autorin und bieten praxisnahe Selbstreflexionsfragen für den Arbeitsalltag.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte ist insgesamt ausgewogen. Leserinnen und Leser werden angemessen informiert, ohne von Details überfrachtet zu werden. Inhalte wiederholen sich nicht unnötig, vielmehr ergänzen sich persönliche Anekdoten und theoretische Einordnungen sinnvoll. Die Kapitel variieren leicht in der Tiefe, bleiben jedoch konsistent gehaltvoll und gut lesbar.Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Die visuelle Gestaltung ist modern. Das leicht provokativ gestaltete Cover weckt Neugier. Auch die Kapitelüberschriften sind bewusst „fancy“ gewählt und animieren zum Weiterlesen. Das übersichtliche Layout mit einer gut lesbaren Schrift unterstützt den Lesefluss. Eingestreute Whatsapp-Chats mit Emojis und E-Mails veranschaulichen die Unterschiede zwischen den Generationen in Bezug auf die Kommunikation und erhöhen die Verständlichkeit. Punkte: 4 von 4 |
| Gliederung | Die Kapitel sind eigenständig und klar gegliedert, wodurch sich einzelne Themen gezielt ansteuern lassen. Gleichzeitig erleichtert die Struktur ein freies, übergreifendes Lesen. Die von der Autorin gewählte offene Ansprache – „Setz dich. Oder lauf nebenher. Lies weiter. Oder quer.“ – spiegelt sich konsequent im Aufbau wider. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Die Sprache ist einfach, direkt und dialogorientiert. Katz schreibt nicht wissenschaftlich, sondern aus der Perspektive einer Jungunternehmerin. Schon früh macht sie klar, dass es ihr um einen ehrlichen, humorvollen Austausch geht und nicht um ein Protokoll oder eine Theoriearbeit. Fachbegriffe werden nur sparsam eingesetzt und sind auch ohne Glossar gut verständlich. Komplexe Inhalte werden durch praxisnahe Beispiele anschaulich vermittelt. Der Stil erinnert stellenweise an einen pointierten Linkedin-Beitrag. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Das Buch richtet sich an ein breites Publikum mit Bezug zur Arbeitswelt, insbesondere an Unternehmer, HR-Verantwortliche, Führungskräfte sowie Trainer, Coachs und Berater. Vorwissen ist nicht erforderlich, vielmehr lädt das Buch dazu ein, bestehende Meinungen über Generationen zu hinterfragen. Es eignet sich als unterhaltsames und praxisnahes Lesebuch zur Reflexion und ersten Orientierung im Themenbereich Generationenverständnis. |
| Relevanz | Das Buch trifft den Nerv der Zeit, da es gängige Zuschreibungen und mediale Zuspitzungen zu Generationen kritisch reflektiert. Bekannte Inhalte werden nicht neu erfunden, jedoch persönlich, humorvoll und praxisnah aufbereitet. Es ist keine Standardliteratur und kein bahnbrechendes Werk, sondern eine gelungene Einführung und Einladung zum Perspektivenwechsel. Punkte: 4 von 4 |
Testgelesen von Melanie Schumacher
Herbert Henzler widmet sich in seinem Buch einem zentralen Thema der heutigen Arbeitswelt: dem Aufeinandertreffen von Babyboomern und der Generation Z. Auf Basis seiner Erfahrungen als ehemaliger Europachef von McKinsey und langjähriger Unternehmensberater zeichnet er ein Bild dieser beiden Generationen, die unter völlig unterschiedlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen aufgewachsen sind. Nach einer kurzen Einführung erläutert er die Werte, Vorstellungen und Erwartungen der unterschiedlichen Generationen sowie ihre jeweilige Arbeitsmotivation. Er untersucht, wie die Generationen miteinander interagieren, welche Vorurteile oder Missverständnisse bestehen und welche Konfliktpotenziale sich daraus im Arbeitsalltag ergeben können. Dabei bezieht er historische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen ein, um die Hintergründe für die Leserschaft nachvollziehbar zu machen. Im weiteren Verlauf zeigt er konkrete Ansatzpunkte für ein besseres Verständnis und eine produktive Zusammenarbeit zwischen den Altersgruppen auf. Hier erhalten Führungskräfte und Personalverantwortliche Tipps und Handlungsempfehlungen für ihre Praxis. Zugleich wirft er einen Blick auf die technische Revolution, insbesondere KI, und deren Einfluss auf die generationsübergreifende Zusammenarbeit.
| Informationsdichte | Das Buch zeichnet sich durch eine hohe Informationsdichte aus, zu der auch ein umfangreiches Quellenverzeichnis beiträgt. Henzler vermittelt die Inhalte in komprimierter Form und ergänzt seine Ausführungen durch praktische Beispiele und Anekdoten aus seiner langjährigen Tätigkeit als Berater und ehemaliger McKinsey-Chef. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das Buch ist hochwertig gestaltet. Das Hardcover und der prägnante Titel sprechen sofort an. Innen wirkt es bisweilen etwas textlastig. Zwischenüberschriften, Erläuterungsboxen, Grafiken und Fotos tragen jedoch zur guten Lesbarkeit bei. Punkte: 4 von 4 |
| Gliederung | Die Gliederung ist gut strukturiert. Sie umfasst vier Teile, die in verschiedene Kapitel und Unterkapitel zu wichtigen Aspekten unterteilt sind. Die einzelnen Kapitel werden durch Reflexionsfragen eingeleitet und mit Zusammenfassungen abgeschlossen. Dies fördert das Verständnis und die Vertiefung der Inhalte. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Henzler schreibt verständlich und unterhaltsam. Fachbegriffe wie der „Gini-Koeffizient” werden in Infoboxen direkt erklärt. Auch schwierige Zusammenhänge stellt er anschaulich dar, indem er Beispiele aus dem Alltag und aus seiner Berufserfahrung nutzt. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Das Buch richtet sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche und Projektleiter, die mit Teams unterschiedlicher Altersgruppen arbeiten und die Zusammenarbeit in diesen Teams verbessern möchten. Henzler wendet sich sowohl an „Young Professionals“ als auch an ältere Personen in Unternehmen. |
| Relevanz | Das Aufeinandertreffen der Babyboomer und der Gen Z zählt zu den zentralen Themen der heutigen Arbeitswelt. Henzler trifft mit seinem Buch somit den Nerv der Zeit. Auf Grundlage seiner langjährigen Erfahrungen gewährt er Einblicke in die Generationen und zeigt auf, wie ein produktives Miteinander gelingen kann. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für aktuelle unternehmerische Herausforderungen und generationsübergreifende Lösungsansätze interessieren. Punkte: 4 von 4 |
Die Testleserinnen: Helene Einramhof-Florian begleitet als Unternehmensberaterin Organisationen in den Bereichen Recruiting und Personalentwicklung. Ihr Fokus liegt auf der Kommunikation sowie dem Karriere- und Businesscoaching an den Schnittstellen der Generationendiversität. Als Expertin für strategisches Generationenmanagement unterstützt sie Teams dabei, die Potenziale verschiedener Altersgruppen erfolgreich zu vereinen. Kontakt: optimalpotential.at
Manuela Morelliarbeitet als Personalberaterin beim Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau, Schweiz. Ihre berufliche Leidenschaft ist es, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten – sei es durch gezielte Weiterbildung, berufliche Neuorientierung oder der Stärkung individueller Kompetenzen. Mit Fokus auf lösungsorientierte Beratung, arbeitet sie u.a. daran, nachhaltige Arbeitsmarktlösungen für Stellensuchenden zu schaffen. Kontakt: linkedin.com/in/manuelamorelli
Melanie Schumacher ist Diplom-Kauffrau, Karriereberaterin und systemischer Coach. Seit über 15 Jahren unterstützt sie Fach- und Führungskräfte unterschiedlicher Generationen in Fragen der beruflichen Neuorientierung und Karriereplanung. Als aktives Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung engagiert sie sich für die Weiterentwicklung des Berufs des Karriereberaters. Kontakt: karriere-und-perspektiven.de
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