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Stereotype in Unternehmen
Stereotype in Unternehmen

Bei Zukunfts-Skills halten sich Geschlechtervorurteile

Über drei Viertel der männlichen Führungskräfte weltweit sind der Meinung, dass Frauen genauso effektiv führen wie Männer – außer wenn es um technische Führungsthemen geht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Transformationsagentur Capgemini, an der 2.747 Führungskräfte teilgenommen haben, darunter 1.375 Frauen und 1.372 Männer. So schätzen 46 Prozent der männlichen Befragten wichtige Führungskompetenzen der Zukunft wie Datenanalyse (53 Prozent) sowie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI, 46 Prozent) als „typisch männlich“ ein. Von den befragten Frauen sehen hingegen 45 Prozent die Datenanalyse und 41 Prozent die KI-Nutzung als geschlechtsneutrale Skills.

Wichtige Zukunfts-Skills wie KI und Datenanalyse werden von vielen männlichen Führungskräften als „typisch männlich“ wahrgenommen.

Unsplash/Getty Images

Doch gerade bei KI zeigt sich dennoch eine deutliche Diskrepanz: Fast die Hälfte der männlichen Befragten nimmt Skills in diesem Bereich als „männliche“ Fähigkeiten wahr, während 41 Prozent der Frauen sie als geschlechtsneutral einschätzen. Neben den weit verbreiteten Stereotypen dokumentiert die Studie zudem ein auffällig geringes Selbstbewusstsein der befragten Führungskräfte in Bezug auf ihre KI-Skills. So schätzen nur 47 Prozent der männlichen und 45 Prozent der weiblichen Führungskräfte den Einsatz von KI und die Automatisierung als eine ihrer Schlüsselstärken.

Gender-Bias in der Führung halten sich hartnäckig – ­insbesondere beim Thema KI

Quelle: managerseminare.de; Studie „Gender and leadership research“ der Transformationsagentur Capgemini, n = 2.747, davon 1.375 Frauen und 1.372 Männer, 2025

Solch ein geringes Selbstvertrauen in technische Kompetenzen, gepaart mit geschlechterbezogenen Zuschreibungen, kann laut den Studienautorinnen und -autoren bestehende Vorurteile nicht nur verfestigen, sondern auch dazu führen, dass sich der sogenannte Gender Leadership Gap weiter vergrößert: Denn Geschlechterstereotype verzerren die Wahrnehmung von Führungskompetenzen und beeinflussen damit auch die Karriereentwicklung. Studienautorin Felizitas Graeber sieht Unternehmen daher in der Pflicht, diese Stereotype gezielt aufzubrechen, etwa durch Trainings und systemische Maßnahmen, und so eine wirklich inklusive Führungskultur zu schaffen.

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