Wissen

Selbstcoaching per Modelling

Fallbeispiel Führungskräfteentwicklung

„Gibst du den Hungernden Fisch, ernährst du sie für einen Tag. Zeigst du ihnen das Angeln, ernährst du sie ein Leben lang“, heißt ein Sprichwort. Während Führungsseminare oft nur Fische servieren, wird beim Self-Coaching-Programm das Angeln gelehrt, ist zumindest Manuela Dollinger überzeugt. Wie sich Self-Coaching in die Ausbildung von Führungskräften integrieren lässt, beschreibt die Personalentwicklerin anhand eines Falls aus ihrer Praxis.
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Stefanie Bauer (Name von der Redaktion geändert), Führungsnachwuchskraft in einem Unternehmen der Energieversorgungs-Branche, wird in wenigen Wochen eine konfliktreiche Abteilung übernehmen. Zur Vorbereitung auf diesen Job durchläuft sie ein Self-Coaching-Programm. Obwohl Selbstentwicklung angesagt ist, beginnt ihr Lernprozess mit einem einstündigen Termin bei einem professionellen Coach.

Der Coach bittet Bauer, eine Frage zu definieren, die sie in Bezug auf ihre neue Führungsaufgabe am meisten interessiert. Nachdem die Frage formuliert ist - „Wie lösen erfolgreiche Führungskräfte Konflikte zwischen Mitarbeitern?“ -, fordert der Coach Stefanie Bauer auf, sich auf die Suche nach Mitarbeiter im Unternehmen zu machen, von denen sie lernen möchte.

Für die Auswahl der Vorbilder gibt es strenge Kriterien: Der Lehrmeister muss mehrere Jahre Führungserfahrung haben und die Leistungsziele seiner Abteilung jährlich übertreffen. Zudem sollen sich seine Mitarbeiter zufrieden über ihn äußern.

Nach informeller Recherche im Konzern sind zwei Kandidaten gefunden, die die Kriterien erfüllen und bereit sind, sich als Modelle zur Verfügung zu stellen. Stefanie Bauer verbringt je eine Stunde Zeit mit ihren selbst gewählten Lehrmeistern: Mittels Befragung und Beobachtung sucht sie nach Gemeinsamkeiten der beiden im Umgang mit Konflikten.

Extras:
  • Ablaufplan: Die fünf Schritte des Self-Coaching-Programms.
Autor(en): Manuela Dollinger
Quelle: managerSeminare 100, Juli 2006, Seite 48-49
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