Lernen

Science & Faction

Energiezufuhr für Kopfarbeiter...

Nudeln, Süßes oder Kornprodukte, kurz Kohlenhydrate beruhigen das Gemüt.
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Ob Light Age oder Cola light, der Trend geht hin zu Licht und Farben. Beide beeinflußen Kopf und Körper, Stimmung und Atem, Pulsschlag, Blutdruck und vieles mehr. Betrachtete man bis vor kurzem die Augen in erster Linie als Neuro-Kamera, hat sich inzwischen unser Bild um Lichtjahre erweitert. Nur ein Teil des Lichtes, das unsere Netzhaut empfängt, wandeln wir in bewegte Bilder um, ein anderer Teil sorgt für den Body-Beat, steuert lebenswichtige, rhythmische Prozesse und Funktionen. Darüberhinaus haben Licht und Farben weitreichende praktische, psycho-physiologische Implikationen: revoltierende Strafgefangene steckt man tunlichst in rosa Räume, Sportler dagegen besser in rote Trikots. Denn rosa schwächt die Muskulatur und stimmt friedlich, rotes Licht erhöht dagegen Spannung und die Muskelkraft.

Falsches Licht und weiße Wände machen dumm, faul, träge, krank. Tauscht man jedoch Neon- gegen Vollspektrumröhren aus und streicht die Wände gelb, steigen die schulischen Leistungen, die Aggressionen sinken, die Kinder sind nur ein Drittel so häufig krank wie früher. Spätestens hier müßten Chefs und Abteilungsleiter, Büro- und Firmendesigner aufhorchen, denn Farben machen erwiesenermaßen nicht nur müde oder munter, sie können darüberhinaus unser Verhalten verändern, unterstreichen bestimmte Charaktereigenschaften, ziehen an und stoßen ab. Insbesondere was das Lern- und Leistungsvermögen angeht, werden Licht und Farben heute hoch gehandelt.

Neben psychischen Effekten stehen weitere Themen im Licht der Öffentlichkeit. Beispielsweise die Photodynamische Therapie (eine der effektivsten und mit nur geringen Nebenwirkungen behafteten Krebs-Therapien), eine neuentwickelte Licht-Diagnostik (die anstelle gefährlicher Röntgenstrahlen oder Magnetfelder Lichtphotonen zur Durchleuchtung nutzt), innovative Jet-Lag Hilfen und helles Licht gegen Schlafstörungen. Ex oriente lux …
Autor(en): Lutz Berger
Quelle: managerSeminare 14, Januar 1994, Seite 48-52
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